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Kriegsfinanzierung

90 Milliarden für Kiew: „Geld sehen wir nie wieder

90 Milliarden für Kiew: „Geld sehen wir nie wieder
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2 Min. Lesezeit |

Während die EU Milliarden für Kiew bereitstellt, schwindet die Hoffnung auf Rückzahlung. Experten zeichnen ein düsteres Bild der Kriegsfinanzierung und Putins Position.

Die EU hat einen Milliardenkredit für die Ukraine beschlossen, während sich Friedensverhandlungen im Konflikt mit Russland verzögern. Experten sehen jedoch kaum Chancen auf Rückzahlung dieser Summen oder russische Reparationsleistungen.

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„Trump ist die Ukraine völlig egal“, konstatiert Gerhard Mangott, Russland-Experte der Universität Innsbruck, im „Presse“-Podcast. Er betrachtet die zunehmende Übernahme von Verantwortung durch die EU anstelle der USA kritisch und äußert erhebliche Zweifel an der Rückzahlungsfähigkeit der Ukraine. Die jüngst beschlossenen 90 Milliarden Euro Kredit würden „ganz sicher nicht zurückkommen“, so Mangott. Besonders irritiert zeigt er sich über die fehlende politische Debatte zu diesen umfangreichen Finanzhilfen.

Diese Einschätzung teilt Vasilj Astrov vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche. Der Russland-Experte sieht keine realistische Perspektive, dass Moskau der Ukraine Reparationszahlungen leisten und dadurch die EU finanziell entlasten könnte. Die Wahrscheinlichkeit dafür liege „bei null“, erklärt Astrov.

Verhandlungspositionen

Hinsichtlich der Friedensbemühungen zeigt sich Politologe Mangott ausgesprochen pessimistisch. Während die Ukraine dringend auf Verhandlungen angewiesen sei, befinde sich der russische Präsident in einer deutlich komfortableren Position: „Putin kann verhandeln, aber er muss nicht verhandeln“, analysiert Mangott die Ausgangslage.

Putins Schwäche

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Die beiden Fachleute beleuchten zudem Putins innenpolitische Situation nach 25 Jahren an der Macht und fast vier Jahren Kriegsführung. Sein jüngster öffentlicher Auftritt bei einer Bürgerfragestunde wirkte lustlos und monoton. Umfragedaten deuten darauf hin, dass die russische Bevölkerung Kurskorrekturen sowohl beim Ukraine-Konflikt als auch in wirtschaftlichen Fragen wünscht. Die zunehmenden ökonomischen Schwierigkeiten schränken Putins Handlungsspielraum zusehends ein.

Im Podcast liefern Mangott und Astrov fundierte Analysen zu den Fragen, ob Putin die Kontrolle entgleitet, ob dies seine Gefährlichkeit steigert oder ob möglicherweise sogar ein Machtwechsel im Kreml drohen könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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