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China baut europäische Insel komplett nach (VIDEO)

China baut europäische Insel komplett nach (VIDEO)
Symbolfoto. FOTO: iStock/Maglara
2 Min. Lesezeit |

Im Herzen Chinas erbaut, spiegelt das „Santorini Dali Resort“ in der Provinz Yunnan die malerische Schönheit Santorins wider, allerdings mit einem markanten Unterschied: Es thront nicht über dem Ägäischen Meer, sondern überblickt einen ruhigen See. Diese bemerkenswerte Kopie ist Teil eines umfassenden Projekts, das bisher über eine Milliarde Euro kostete. Dabei wurden typisch für Santorin weiß getünchte Häuser mit blauen Kuppeln und gemütlichen Terrassen nachgebildet, die jedoch statt auf das weite Meer, auf einen See blicken.

Ein Hauch von Griechenland

Die italienische Reisebloggerin Yasmin von Roon, die das griechische Original wie auch dessen chinesische Nachbildung kennt, bestätigt, dass das Resort in vielerlei Hinsicht an das echte Santorin erinnert. Dennoch, so bekräftigt sie, ist das unverwechselbare Flair Griechenlands unersetzlich. Während einige ihrer Follower der Ansicht sind, dass die Kopie sogar attraktiver als das Original sei, stehen andere dieser Nachahmung kritisch gegenüber und vergleichen sie gar mit Produkten der bekannten chinesischen Billigplattform Temu.

Griechische Kultur mit chinesischem Charme

Das „Santorini Dali Resort“ bietet neben den architektonischen Nachbildungen auch griechische Themenrestaurants, Geschäfte und eine Vielzahl an Unterkünften, was es insbesondere für junge chinesische Paare als Hochzeitsdestination beliebt macht. Trotz des relativ hohen Preises für eine Übernachtung, der zwischen 230 und 260 Euro liegt, stellt das Resort für viele Chinesen eine attraktive Alternative zu einer weiten und kostspieligen Reise ins echte Santorin dar.

Die Initiative, ein Stück Griechenland im chinesischen Yunnan nachzubauen, weist auf einen Trend hin, der weit über einfache Produktimitationen hinausgeht: die Schaffung komplexer Erlebniswelten, die kulturelle und geografische Grenzen transzendieren. Im Jahr 2012 wurde in China eine spiegelverkehrte Kopie von Hallstatt eingeweiht. Sie war in der Stadt Boluo innerhalb eines Jahres gebaut worden. 

Ob dieses „Fake-Santorin“ als Hommage an das griechische Original oder als symptomatisch für eine Kultur der Kopie betrachtet wird, bleibt Interpretationssache. Fest steht jedoch, dass es Besuchern einen Hauch von Santorins Zauber bietet, ohne Europa verlassen zu müssen.

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KO KOSMO-Redaktion
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