Ein tödliches Attentat erschüttert Villach: Die Flüchtlingsunterkunft in Langauen wird geschlossen. Die Zukunft der Bewohner steht nun in der Schwebe.

Nach dem tödlichen Messerattentat wurde die Räumung der Flüchtlingsunterkunft in Villach-Langauen beschlossen. Die Maßnahme, die am Dienstag offiziell vom Büro des Kärntner Landeshauptmanns und der Bundesbetreuungsagentur (BBU) bekanntgegeben wurde, betrifft 75 Bewohner, darunter 39 Kinder, die nun in andere Einrichtungen innerhalb Österreichs verlegt werden.
Täter lebte in Privatwohnung
Die Unterkunft bot seit ihrer Eröffnung im September 2016 Platz für 300 Personen. Zuletzt war sie nur noch zu einem Viertel belegt. Der mutmaßliche Täter, ein 23-jähriger Syrer, lebte nicht in dieser Einrichtung. Er wohnte in einer Privatwohnung in Villach. Dennoch beschlossen Bürgermeister Günther Albel (SPÖ), Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) gemeinsam die Schließung.
Räumung beschlossen
Diese Entscheidung fiel unmittelbar nach dem Vorfall und wurde am Dienstag offiziell verkündet. Andreas Achrainer, Geschäftsführer der BBU, äußerte gegenüber dem ORF, dass die Stilllegung in den kommenden Tagen umgesetzt werde. Thomas Fussenegger von der BBU ergänzte, dass ausreichend Kapazitäten in anderen Einrichtungen zur Verfügung stünden.
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Weitere Forderungen
Mit der Schließung der Unterkunft in Villach-Langauen bleibt in Kärnten vorerst nur noch die Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge am Faaker See bestehen. Die FPÖ fordert zudem die Schließung einer weiteren Einrichtung in Ledenitzen. FPÖ-Landtagsabgeordneter Markus di Bernardo machte deutlich: „Die Bevölkerung fühlt sich nicht mehr sicher und will in ihrer Nachbarschaft keine Asylantenheime mehr haben. Diese Sorgen sind von der verantwortlichen Politik endlich ernst zu nehmen.“