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BETRIEBSBESUCH

Kulinarischer Faktencheck mit Michael Ludwig: Ist Burek immer mit Fleisch?

Kulinarischer Faktencheck mit Michael Ludwig: Ist Burek immer mit Fleisch?
FOTO: KOSMO / Igor Ripak
3 Min. Lesezeit |

Wenn der Bürgermeister Wiens mit KOSMO auf Betriebsbesuche geht, ist klar, dass die Schürze nicht fehlen darf. Nach dem Betriebsbesuch bei „Brajlović“ ging es diese Woche weiter mit der Kunst des Pita-Handwerks.

Diesmal stand das Pitawerk im Mittelpunkt – ein Ort, an dem Teig mit Feingefühl gezogen wird und eine der größten kulinarischen Streitfragen des Balkans heiß diskutiert wird: Ist Burek wirklich nur Burek, wenn Fleisch drin ist?

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Bürgermeister Michael Ludwig mit dem KOSMO-Herausgeber Dejan Sudar; FOTO: KOSMO / Igor Ripak

Feingefühl, Tradition und eine kulinarische Lektion

Für Bürgermeister Michael Ludwig begann der Besuch mit einem tiefen Einblick in die Produktion und einer wichtigen Erkenntnis: Burek ist immer mit Fleisch.

„Ich habe gelernt, dass das ein oder andere Sarajevo-Herz schmerzt, wenn man Pita mit Burek verwechselt“, schmunzelte Ludwig. Umso beeindruckter zeigte er sich von der Handwerkskunst hinter der perfekten Pita.

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PItawek-Inhaber Nadan Hadžibeganović, Bürgermeister Michael Ludwig und Denis Sakic; FOTO: KOSMO / Igor Ripak

„Man braucht Feingefühl, weil der Teig so unglaublich dünn ist“, stellte er fest. „Es ist ein Handwerk, das körperlichen Einsatz erfordert, aber auch Präzision. Man isst oft einfach eine Pita, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie viel Arbeit und Hingabe dahinterstecken.“

Ein Betriebsbesuch mit Mehrwert

Auch für Inhaber Nadan Hadžibeganović war dieser Besuch von besonderer Bedeutung. „Solche Besuche sind wichtig, weil sie zeigen, wie eng unsere Wirtschaft mit der Vielfalt Wiens verbunden ist. Aber es geht um mehr als nur die Arbeit – es geht darum, dass Menschen zusammenkommen, denn genau das macht Wien aus.“

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„Dieses Handwerk wird in Österreich nicht gelernt, es existiert als Beruf hier gar nicht.“, so Pitawerk-Chef.; FOTO: KOSMO / Igor Ripak

Seit über zehn Jahren bringt das Pitawerk ein Stück Sarajevo nach Wien und Nadan Hadžibeganović sieht darin nicht nur ein erfolgreiches Geschäft, sondern auch eine kulturelle Brücke. „Dieses Handwerk wird in Österreich nicht gelernt, es existiert als Beruf hier gar nicht. Aber wir haben es geschafft, unser Wissen weiterzugeben und unsere Tradition zu bewahren. Denn es gibt nichts Schöneres als den Geruch und den Geschmack der Heimat.“

Doch nicht nur für unseren Bürgermeister war diese Erfahrung eine Premiere. Für Denis Šakić, der bereits letzte Woche beim Grillen mit dem Bürgermeister gefordert war, war auch dieser Besuch ein wertvoller Moment, welcher ihn in Kindheitserinnerungen schwelgen ließ.

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FOTO: KOSMO / Igor Ripak

„Wieder einmal haben wir es geschafft zu zeigen, dass Besuche wie diese nur Mehrwert schaffen können – für die Community, für die Wirtschaft und für Wien als Ganzes.“ Bei der Wien-Wahl 2025 erwartet ihn möglicherweise eine weitere Premiere: Als Kandidat auf Listenplatz 33 könnte er zum ersten Mal in seiner politischen Laufbahn in den Wiener Landtag einziehen.

Ein Betriebsbesuch, der bestimmt in Erinnerung bleibt

Ob Burek oder Pita – am Ende zählt vor allem, dass kulinarische Traditionen nicht nur erhalten bleiben, sondern auch geschätzt werden. „Wien ist kulinarisch so vielfältig, denn hier kommen unterschiedliche Kulturen zusammen“, so Ludwig.

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FOTO: KOSMO / Igor Ripak

Ein Besuch, der ein weiteres Mal unterstrichen hat, dass Traditionen, Handwerk und Begegnungen das sind, was Wien ausmacht. Zu guter Letzt ein weiterer Gedanke, der bei diesem Betriebsbesuch schön zu spüren war: Zusammen is(s)t man weniger allein.

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FOTO: KOSMO / Igor Ripak

Autorin: Marianne Pušić

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KO KOSMO-Redaktion
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