Digitaler Einbruch bei Air France: Hacker erbeuten persönliche Kundendaten aus einem externen IT-System. Die gestohlenen Informationen könnten für raffinierte Betrugsmaschen missbraucht werden.
Die Fluggesellschaft Air France wurde Ziel eines Cyberangriffs, bei dem Kriminelle persönliche Informationen von Kunden erbeuten konnten. Die gestohlenen Daten könnten nun für gezielte Betrugsmaschen verwendet werden, um weitere sensible Informationen zu erschleichen.
Cyberattacken nehmen in ihrer Häufigkeit stetig zu – diesmal traf es den französischen Luftfahrtkonzern Air France. Das Unternehmen informierte seine Kundschaft in einer Mitteilung darüber, dass Unbefugte in ein von der Airline genutztes externes IT-System eingedrungen sind. Bei diesem digitalen Einbruch wurden personenbezogene Daten entwendet. Die Sicherheitslücke betrifft hauptsächlich Informationen aus früheren Kundendienst-Interaktionen.
Zu den kompromittierten Daten zählen Vornamen, Kontaktinformationen wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, Flying Blue-Kundennummern samt Statusangaben sowie die Betreffzeilen von E-Mails, die Kunden zuvor an den Kundendienst gesendet hatten. Angaben zur genauen Zahl der betroffenen Kunden oder zum Zeitpunkt des Datendiebstahls machte die Fluggesellschaft jedoch nicht.
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Nicht betroffene Daten
„Data such as credit card details, passport numbers, Flying Blue Miles balances, passwords or booking information were not involved“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Auf Deutsch bedeutet das: Kreditkarteninformationen, Passwörter, Buchungsdaten, Reisepassnummern oder der Meilenstand im Vielfliegerprogramm waren nicht betroffen.
Die Fluggesellschaft versichert, umgehend mit ihrem Spezialistenteam und dem betroffenen Drittanbieter reagiert zu haben. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt, um künftige Vorfälle dieser Art zu verhindern.
KLM ebenfalls betroffen
Vom selben Cyberangriff betroffen ist auch die niederländische Schwestergesellschaft KLM, die ebenfalls ihre Kunden über den Datendiebstahl informiert hat. Die Datenschutzbehörden in Frankreich und den Niederlanden wurden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.
Warnung vor Betrug
Dennoch warnt Air France vor potenziellem Datenmissbrauch. Die Cyberkriminellen könnten die erbeuteten Informationen für weiterführende Betrugsversuche nutzen – etwa durch täuschend authentisch wirkende Phishing-Nachrichten oder betrügerische Telefonanrufe. Die Airline rät ihren Kunden daher zu erhöhter Wachsamkeit bei unerwarteten Kontaktaufnahmen oder Anfragen zur Preisgabe weiterer persönlicher Daten und empfiehlt, deren Authentizität gründlich zu überprüfen. Besonders vor dem Anklicken von Links in verdächtigen E-Mails wird gewarnt.
Der Sicherheitsvorfall wurde bereits der zuständigen französischen Datenschutzbehörde CNIL gemeldet. Air France bittet um Verständnis und bietet betroffenen Kunden über ihr Kontaktzentrum Unterstützung an.