Hurrikan Gabrielle entwickelte sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Während das Wetterphänomen am Sonntag lediglich als tropischer Sturm klassifiziert war, stufte man es bereits einen Tag später als Hurrikan der Kategorie 3 ein – die Windgeschwindigkeiten hatten sich um 90 km/h erhöht. Kurz darauf erreichte Gabrielle mit Windgeschwindigkeiten von 225 km/h die Kategorie 4, was der US-Wetterdienst AccuWeather als „Monster-Hurrikan“ einstufte.
Die Azoren werden voraussichtlich am Freitagmorgen (26.9.) direkt von Gabrielle getroffen, während das System noch als Hurrikan klassifiziert ist. Meteorologe Jän Schwenk von Wetter.com warnt vor einem „heftigen Treffer“ für den Inselarchipel im Atlantik.
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Für die Azoren wurde bereits am Dienstag eine Hurrikanwarnung ausgegeben. Meteorologen erwarten, dass Gabrielle beim Auftreffen noch als Hurrikan der Kategorie 1 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von mindestens 185 km/h klassifiziert sein wird.
Gabrielle zählt zu den wenigen Hurrikans, die nördlich des 34. Breitengrads Windgeschwindigkeiten von über 225 km/h erreicht haben. Es ist ungewöhnlich, dass ein tropischer Wirbelsturm in dieser nördlichen Breite seine Intensität so lange aufrechterhält und als Hurrikan auf die Azoren trifft. Im weiteren Verlauf wandelt sich Gabrielle in einen außertropischen Sturm um. Die Ausläufer des einstigen Hurrikans werden laut Schwenk am Samstag die Küstenregionen Portugals und Spaniens erreichen.