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Mordversuch

Wegen Zwei-Kind-Regel: Neugeborenes von eigenen Eltern lebendig begraben

Wegen Zwei-Kind-Regel: Neugeborenes von eigenen Eltern lebendig begraben
FOTO: iStock/CristiNistor
2 Min. Lesezeit |

Verzweifelte Schreie unter Steinen führten Dorfbewohner zu einem vergrabenen Neugeborenen. Die Eltern handelten aus Angst vor beruflichen Konsequenzen.

In einem indischen Dorf entdeckten Anwohner einen erst drei Tage alten Säugling, der unter einem Steinhaufen vergraben war. Die Einwohner von Nandawadi wurden durch die verzweifelten Laute des Neugeborenen auf das Kind aufmerksam, wie die „Times of India“ berichtet. Gemeinsam befreiten sie den Jungen aus seiner lebensgefährlichen Lage und brachten ihn umgehend zur medizinischen Versorgung.

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Eltern festgenommen

Die Polizei konnte mittlerweile die Eltern des Kindes identifizieren und festnehmen. Der 38-jährige Bablu Dandolia und seine 28-jährige Frau Rajkumari wurden am Dienstag in Gewahrsam genommen. Hintergrund der Tat dürfte eine existenzbedrohende Situation für den Vater sein: Als Lehrer im Staatsdienst unterliegt Dandolia in Madhya Pradesh (indischer Bundesstaat) einer Zwei-Kind-Regelung. Bei Überschreitung dieser Grenze drohen Regierungsangestellten empfindliche Sanktionen bis hin zum Jobverlust.

Strafrechtliche Konsequenzen

Das Paar hat bereits drei Kinder, wobei es ihnen bisher gelungen war, ein Kind vor den Behörden geheim zu halten. Die Zukunft der Kinder ist nun ungewiss, während ihre Eltern sich einem Strafverfahren stellen müssen.

Die Anklage umfasst schwerwiegende Vorwürfe wie Kindesaussetzung und versuchten Mord.

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KO KOSMO-Redaktion
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