Am 24. Oktober 2025, dem Tag der Vereinten Nationen, wird Wien zum Ort des Gedenkens und der Mahnung. Um 10 Uhr wird am Platz der Vereinten Nationen im 22. Bezirk feierlich das Denkmal „Blume von Srebrenica“ enthüllt – ein kraftvolles Symbol für Erinnerung, Wahrheit und Menschlichkeit.
Das Projekt wurde vom Verband bosnisch-herzegowinischer Vereine in Österreich „Consilium Bosniacum“ initiiert und in Zusammenarbeit mit Institutionen aus Österreich und Bosnien und Herzegowina realisiert. Das Denkmal ist den Opfern des Völkermords von Srebrenica im Juli 1995 gewidmet und soll als dauerhafte Mahnung dienen, die Schrecken der Vergangenheit nicht zu vergessen – und dafür zu sorgen, dass sich solche Verbrechen nie wiederholen.
„Die Blume von Srebrenica steht für Trauer, Erinnerung und Hoffnung – sie erinnert an die mehr als 8.000 unschuldigen Menschen, die ermordet wurden, und ruft uns alle auf, für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit einzustehen“, heißt es von den Organisator*innen.
Zur feierlichen Enthüllung werden zahlreiche hochrangige Gäste erwartet – darunter die Mütter von Srebrenica, Vertreterinnen internationaler Organisationen, politische Repräsentantinnen aus beiden Ländern sowie viele Bürgerinnen und Bürger.

Unter den angekündigten Gästen befinden sich:
- Željko Komšić, Vorsitzender des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina
- Denis Bećirović, Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina
- Beate Meinl-Reisinger, Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich
- Elmedin Konaković, Außenminister von Bosnien und Herzegowina
- Sevlid Hurtić, Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge von Bosnien und Herzegowina
- Thomas Reindl, Erster Vorsitzender des Wiener Gemeinderats
Mit dem Denkmal „Blume von Srebrenica“ setzt Wien ein starkes Zeichen für das gemeinsame Erinnern und für eine Zukunft, die auf Respekt, Wahrheit und Gerechtigkeit basiert. „Nur wer sich erinnert, kann verhindern, dass sich Geschichte wiederholt.“