Brutaler Überfall am Stadtrand von Rom: Drei Männer zerrten eine 18-Jährige aus dem Auto und vergewaltigten sie, während ihr Partner zusehen musste. Die Täter sitzen in U-Haft.
In einem Vorfall, der erst jetzt öffentlich wurde, haben mehrere Männer eine 18-jährige Frau im Beisein ihres 24-jährigen Partners vergewaltigt. Der Übergriff ereignete sich bereits Ende Oktober im Park Tor Tre Teste am Stadtrand von Rom, wie mehrere italienische Medien übereinstimmend berichten. Das Paar befand sich in einem geparkten Fahrzeug, als die Situation eskalierte.
Nach den vorliegenden Informationen umringten drei Angreifer das Auto, zerstörten eine Fensterscheibe und zerrten die junge Frau aus dem Wagen. Während sie die Tat an der 18-Jährigen verübten, wurde ihr Freund von den Tätern festgehalten und gezwungen, den Übergriff mit anzusehen. Die Behörden hatten den Vorfall zunächst nicht kommuniziert, um die laufenden Ermittlungen nicht zu kompromittieren.
Festnahmen und Ermittlungen
Die polizeilichen Untersuchungen führten im November zur Festnahme von drei Tatverdächtigen. Bei mindestens zwei der Männer handelt es sich laut Medienberichten um marokkanische Staatsangehörige, während beim dritten Verdächtigen unterschiedliche Angaben zur Nationalität vorliegen – je nach Quelle wird er als Marokkaner oder Tunesier identifiziert. Alle drei befinden sich in Untersuchungshaft und wurden offenbar vom betroffenen Paar identifiziert.
Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Am Tatort wurde DNA-Material eines weiteren, bislang unbekannten Mannes sichergestellt. Zudem hatten die Opfer ursprünglich von insgesamt fünf Angreifern gesprochen. Die Polizei setzt ihre Arbeit fort, um mögliche weitere Beteiligte zu identifizieren.
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Politische Reaktionen
Italiens Vize-Premier Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega reagierte erschüttert auf die Bekanntgabe des Falls, der ausgerechnet am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen publik wurde. Seine Partei hat mittlerweile einen kontroversen Gesetzesvorschlag ins Parlament eingebracht, der die chemische Kastration für Sexualstraftäter und Pädophile vorsieht.
Auch auf kommunaler Ebene löste der Fall politische Reaktionen aus. Der römische Stadtrat und Parteikollege von Salvini Fabrizio Santori bezeichnete die Tat als barbarischen Akt und kritisierte die Sicherheitslage in der italienischen Hauptstadt als außer Kontrolle geraten. Drei Vertreter der liberalen Partei Azione würdigten in einer gemeinsamen Erklärung die Arbeit der Polizei und forderten den Aufbau einer städtischen Sicherheitseinheit sowie verstärkte Videoüberwachung. Sie sprachen dem Opfer und dessen Partner ihr Mitgefühl aus.
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni hat sich bisher nicht direkt zu diesem spezifischen Fall geäußert. Allerdings bekräftigte sie am Tag gegen Gewalt an Frauen ihre grundsätzliche Position: Sie strebe ein Italien an, in dem sich keine Frau mehr bedroht oder angefeindet fühlen müsse.
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Die Wahrung der weiblichen Freiheit und Würde sei sowohl staatliche Pflicht als auch gesamtgesellschaftliche Verantwortung.