Wien setzt neue Maßstäbe im öffentlichen Nahverkehr: Die Buslinie 39A fährt ab Dezember 2025 komplett mit Wasserstoff – ohne Emissionen, aber mit Reichweite.
Ab dem 1. Dezember 2025 stellt die Wiener Buslinie 39A komplett auf emissionsfreie Wasserstoff-Busse um. Diese Maßnahme markiert einen wichtigen Meilenstein in Wiens Strategie zur Dekarbonisierung des öffentlichen Nahverkehrs und unterstreicht die Vorreiterrolle der Bundeshauptstadt im Bereich nachhaltiger Mobilität. Die Linie 39A wird damit bereits die zwölfte Buslinie der Wiener Linien sein, die ohne Emissionen betrieben wird.
Die für diese Strecke ausgewählten Wasserstoff-Busse stammen vom portugiesischen Hersteller CaetanoBus und wurden speziell für die herausfordernden Anforderungen der Linie 39A konzipiert. Mit einer Reichweite von 400 Kilometern können die Fahrzeuge einen ganzen Betriebstag ohne Zwischentanken absolvieren. Die klimatisierten Busse bieten Platz für 78 Fahrgäste.
In den vergangenen Wochen durchliefen die Fahrzeuge intensive Testphasen, während gleichzeitig das Fahrpersonal für den Umgang mit der neuen Technologie geschult wurde. Für Anschaffung und Wartung der innovativen Wasserstoff-Busse investieren die Wiener Linien gemeinsam mit dem Ministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie der Europäischen Union rund 10,4 Millionen Euro.
⇢ Franz-Josefs-Bahn: Diese Haltestelle ist wegen Bauarbeiten gesperrt
Technische Details
Die technische Ausstattung der Busse umfasst einen 180 kW starken Elektromotor von Siemens sowie eine Brennstoffzelle des Herstellers Toyota mit 70 kW Leistung. Auf dem Dach befinden sich fünf Wasserstofftanks, die die Brennstoffzelle mit dem von Wien Energie am Smart Campus der Wiener Netze produzierten Wasserstoff versorgen.
Die Fahrzeuge werden in der Busgarage Leopoldau stationiert und an einer konzerneigenen Wasserstoff-Tankstelle betankt. Im Bereich der klimafreundlichen Mobilität nehmen die Wiener Linien bereits jetzt eine Spitzenposition ein – mehr als 80 Prozent ihrer Fahrgäste sind umweltschonend unterwegs.
Erfolgreiche Kooperation
Neben der künftigen Wasserstoff-Linie 39A verkehren auch auf anderen Strecken wie den Linien 2A und 3A bereits Busse mit Batterie-Wasserstoff-Antrieb. Die Umrüstung wird von führenden Verantwortlichen positiv bewertet.
Gudrun Senk, Technische Geschäftsführerin der Wiener Linien, und Öffi-Stadträtin Ulli Sima betonen den technologischen Fortschritt und den Beitrag zum Klimaschutz. Monika Unterholzner, Stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, hebt die erfolgreiche Zusammenarbeit der Unternehmen im Wiener Stadtwerke-Konzern zur Förderung emissionsfreier Mobilität hervor.
Die Finanzierung der Wasserstoff-Busse wird durch EU-Mittel über das EBIN-Programm des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur unterstützt.