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Eskalation

Dieses Bosnien soll ein Sturm hinwegfegen, damit nichts mehr existiert“ – Dodik rastet aus

Dieses Bosnien soll ein Sturm hinwegfegen, damit nichts mehr existiert“ – Dodik rastet aus
(FOTO: EPA/NIDAL SALJIC)
3 Min. Lesezeit |

Nach einem Landeverbot für Ungarns Außenminister in Banja Luka kocht die politische Stimmung in Bosnien hoch. Milorad Dodik greift zu drastischen Drohungen.

Der ehemalige Präsident der Republika Srpska (eine der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina), Milorad Dodik, hat mit scharfer Kritik und Drohungen auf die Entscheidung des bosnischen Verteidigungsministers Zukan Helez reagiert. Dieser hatte die Genehmigung für den Flug eines Militärflugzeugs verweigert, mit dem der ungarische Außenminister Peter Szijjarto von Budapest nach Banja Luka reisen wollte. Helez begründete seine Entscheidung auf Facebook damit, dass die ungarische Regierung Dodik und dessen Politik offen unterstütze.

Als Reaktion kündigte Dodik eine erneute Blockade der gesamtstaatlichen Institutionen von Bosnien und Herzegowina an. „Dieses Bosnien und Herzegowina brauchen wir nicht. Es verbietet unseren Freunden, auf dem Flughafen in Banja Luka zu landen. Das ist nicht ihr Flughafen“, empörte sich Dodik laut dem Nachrichtenportal Klix.ba. Er betonte, dass es sich um einen Flughafen der Republika Srpska handle.

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Blockade-Ankündigung

In seiner Wutrede forderte Dodik die Vertreter der Republika Srpska in den gesamtstaatlichen Institutionen auf, jegliche Entscheidungsfindung zu blockieren. „Ihr wollt jemandem verbieten, in Banja Luka zu landen? Aber in Sarajevo darf man? Warum nicht in Banja Luka? Ich werde von all unseren Leuten verlangen, keine Entscheidungen mehr zu treffen„, erklärte er.

Seine Empörung brachte Dodik in drastischen Worten zum Ausdruck: „Ich bin empört über diese Hundemeute. Warum? Weil er mit uns befreundet ist? Steht Szijjarto auf einer Fahndungsliste? Kein Minister kann einseitig handeln. Und dann wundern sie sich, warum Menschen andere Einstellungen ihnen gegenüber haben.“

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Scharfe Rhetorik

Besonders verärgert zeigte sich Dodik darüber, dass der ungarische Außenminister als offizieller Gast eingeladen worden war. „Es ist eine Demütigung. Wir haben erwartet, dass morgen ein schöner Tag wird, und nicht etwas, das von einem dummen Helez geprägt wird“, sagte er und fügte hinzu: „Sie lachen, denken, sie hätten Dodik und Szijjarto geschadet. Wollt ihr eine Million Bosheiten begehen und damit zufrieden sein?“

Zum Abschluss seiner Tirade griff Dodik zu einer drastischen Formulierung: „Dieses Bosnien und Herzegowina sollte ein Sturm hinwegfegen, damit nichts mehr existiert.“ Er zitierte zudem den verstorbenen bosnischen Präsidenten Alija Izetbegovic mit den Worten: „Wenn ihr kein demokratisches Land schaffen könnt, verdient ihr es nicht, eines zu haben.“

„Dieses Bosnien und Herzegowina sollte ein Sturm hinwegfegen, damit nichts mehr existiert.“

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KO KOSMO-Redaktion
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