Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Enthüllung

Epstein-Trump-Enthüllungen: Schamhaare von Frauen als Zahnseide?

Epstein-Trump-Enthüllungen: Schamhaare von Frauen als Zahnseide?
Foto: Screenshot Youtube
3 Min. Lesezeit |

Vulgäre Gespräche, gemeinsame „Jagd“ auf Frauen und eine Widmung „Du bist der Größte!“ – die Verbindung zwischen dem US-Präsidenten und dem Sexualstraftäter war offenbar tiefer als bekannt.

Die Verbindung zwischen dem amtierenden US-Präsidenten und dem 2019 in Haft verstorbenen Sexualstraftäter war offenbar weitaus intensiver als bislang eingeräumt. Wie aus Recherchen der New York Times hervorgeht, pflegten die beiden Männer über Jahre hinweg einen regelmäßigen Austausch mit Telefonaten und gegenseitigen Besuchen. Eine ehemalige Assistentin des Finanziers berichtete von äußerst vulgären Gesprächsinhalten, bei denen der heutige Präsident unter anderem intime Details über eine Frau in drastischer Weise thematisierte. In einem anderen Telefonat soll er von sexuellen Handlungen auf einem Billardtisch erzählt haben. Die Mitarbeiterin gab an, ihr damaliger Chef habe diese auf Lautsprecher geschalteten Gespräche bewusst eingesetzt, um sie in peinliche Situationen zu bringen.

Die Untersuchungen der Journalisten ergaben, dass der Kontakt zwischen den beiden Männern bis in die späten 1980er Jahre zurückreicht. Sie bewegten sich in denselben gesellschaftlichen Kreisen, wobei der Zugang zu jungen Frauen offenbar ein zentrales Bindeglied darstellte. „Sie jagten Frauen in einem Spiel um Ego und Dominanz. Weibliche Körper waren ihre Währung“, heißt es in dem Bericht. Die enge Verbindung dokumentiert auch eine Widmung des späteren Präsidenten in einem Buch für den Finanzier aus den späten 1990er Jahren: „An Jeff – du bist der Größte! Donald.“

Gemeinsame Interessen

Als gemeinsamer Interessensbereich diente den beiden Männern offenbar die Welt der Schönheitswettbewerbe und Models. Laut New York Times befriedigten beide dort ihre Vorliebe für junge Frauen, die zu Veranstaltungen in Mar-a-Lago und nach New York eingeladen wurden. Besonders brisant erscheint die Aussage der zweiten Ehefrau des heutigen Präsidenten, Marla Maples, die die Mutter einer damals 14-Jährigen gewarnt haben soll: „Was auch immer Sie tun, lassen Sie sie nicht in die Nähe dieser Männer, insbesondere nicht in die Nähe meines Mannes.“

⇢ 14-Jährige gefesselt und missbraucht – Syrer muss in den Kerker

Die umfassende Recherche, für die 30 ehemalige Mitarbeiter, Opfer und Geschäftspartner des verstorbenen Finanziers befragt wurden, erscheint zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Justizministerin Pam Bondi musste aufgrund richterlicher und parlamentarischer Anordnungen bis zum vergangenen Freitag die bisher unter Verschluss gehaltenen Akten zu den beiden Strafverfahren gegen den Finanzier freigeben. Ihm wurde Menschenhandel und der Missbrauch hunderter junger Frauen vorgeworfen.

Widersprüchliche Darstellungen

Die Zeitung betont zwar, dass keine Hinweise auf eine direkte Beteiligung des Präsidenten am Missbrauch und Handel mit Minderjährigen vorliegen. Allerdings erscheint seine Behauptung, er habe kaum Kontakt zum Finanzier gehabt und Anfang der 2000er Jahre bewusst mit ihm gebrochen, angesichts der vorliegenden Informationen nicht mehr glaubwürdig. „Die Beziehung der beiden Männer war weitaus enger und komplexer, als der Präsident jetzt zugibt“, schreibt die New York Times.

Zeitgleich zur Veröffentlichung dieses Berichts haben demokratische Kongressabgeordnete weitere Fotografien aus dem Nachlass des verstorbenen Finanziers veröffentlicht. Diese zeigen ihn mit verschiedenen Prominenten wie Bill Gates und Woody Allen.

Einige der Bilder enthalten Aufnahmen weiblicher Körperteile mit handschriftlichen Zitaten aus Vladimir Nabokovs kontroversem Roman „Lolita“.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen