Trotz allgemeiner Sparmaßnahmen gibt es gute Nachrichten für pflegende Angehörige: Das Pflegegeld steigt 2025 um 2,7 Prozent. Auch für Pflegekräfte kommen Verbesserungen.
Mit Jahresbeginn erhalten pflegende Angehörige in Österreich mehr finanzielle Unterstützung. Die jährliche Valorisierung des Pflegegeldes wird trotz allgemeiner Sparmaßnahmen der Bundesregierung fortgesetzt, wie Sozialministerin Korinna Schumann bekannt gab. „Rund eine Million Menschen in Österreich pflegen und betreuen ihre Angehörigen mit großem Einsatz und oft über viele Jahre hinweg“, erklärte die SPÖ-Politikerin.
Die Anpassung erfolgt ungeachtet des von der Regierung eingeschlagenen Sparkurses, bestätigte Schumann gegenüber „Heute“. Konkret steigt die monatliche Unterstützung um 2,7 Prozent in allen Pflegestufen. Für die Betroffenen bedeutet dies eine monatliche Erhöhung zwischen 5,40 Euro und 58,20 Euro, abhängig von der jeweiligen Pflegestufe.
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Schwerarbeitsregelung erweitert
Parallel dazu tritt mit 1. Jänner eine weitere bedeutsame Änderung in Kraft: Pflegekräfte werden offiziell in die Schwerarbeitsverordnung aufgenommen. Diese Maßnahme sorgt laut Schumann für mehr Gerechtigkeit und eine realistischere Abbildung der tatsächlichen Belastungen im Pflegealltag. Die Neuregelung umfasst diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie Beschäftigte in der Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz.
Besonders bemerkenswert: Auch Teilzeitkräfte mit mindestens 50 Prozent Beschäftigungsausmaß profitieren von der Regelung – eine Verbesserung, die insbesondere Frauen zugutekommt, die in Pflegeberufen überproportional vertreten sind.
Praxisnahe Schichtbewertung
Die Reform bringt zudem eine praxisnähere Bewertung von Schichtarbeit mit sich. Die erforderliche Anzahl an Schwerarbeitstagen pro Monat wird im 2-Schichtbetrieb von bisher 15 auf künftig 12 Tage reduziert. Nach Angaben des Ministeriums können dadurch jährlich etwa 1.000 zusätzliche Pflegekräfte von der Schwerarbeitspension profitieren – ergänzend zu den rund 8.000 Personen, die beispielsweise im Jahr 2024 branchenübergreifend über diese Regelung in den Ruhestand getreten sind.