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Sicherheitsampel

Globale Risiko-Karte: Diese Länder werden 2026 zur Reise-Gefahrenzone

Globale Risiko-Karte: Diese Länder werden 2026 zur Reise-Gefahrenzone
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Sicherheit wird zur Farbfrage: Eine neue Weltkarte klassifiziert Urlaubsziele nach Risikofaktoren – von beruhigendem Grün bis warnendem Rot.

Die Welt in Farben

Eine farbige Weltkarte soll künftig Reisenden helfen, ihre Urlaubsziele nach Sicherheitskriterien auszuwählen. Die für 2026 geplante Übersicht – eine Art globale Sicherheitsampel – klassifiziert Länder vom beruhigenden Grün bis zum warnenden Rot und berücksichtigt dabei Faktoren wie Sicherheitslage, Gesundheitsversorgung, politische Stabilität und Umweltrisiken.

Die von Unternehmen wie Riskline, A3M und Safefuture entwickelte „Risk Map“ bietet keine Urlaubsempfehlungen, sondern eine sachliche Einschätzung globaler Gefahrenzonen. Weite Teile der Weltkarte sind von Konflikten, Unruhen oder organisierter Kriminalität geprägt. Besonders kritisch stellt sich die Lage im Iran, in Israel, im Libanon, in Syrien sowie in den palästinensischen Gebieten dar. Auch Staaten wie Haiti, Venezuela und Somalia werden als Hochrisikogebiete eingestuft – nicht nur wegen gewaltsamer Auseinandersetzungen, sondern auch aufgrund mangelhafter Infrastruktur und kaum vorhandener medizinischer Versorgung.

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Selbst populäre Feriendestinationen wie Ägypten, die Türkei oder Thailand werden mit erheblichen bis kritischen Risikofaktoren bewertet.

Globale Krisenherde

Die Aufzählung der gefährlichsten Regionen liest sich wie ein Überblick der Krisenherde der vergangenen Jahre: Afghanistan, Sudan, Ukraine und Myanmar – Orte, an denen politische Konflikte gewaltsam ausgetragen werden und normale Lebensbedingungen kaum noch existieren. Reisen in diese Gebiete gleichen eher einem Wagnis als einem Erholungsurlaub.

Die Karte zeigt jedoch auch positive Aspekte. Der europäische Kontinent erscheint überwiegend in grüner Färbung. Urlaubsreisen nach Skandinavien, Portugal oder Irland gelten als weitgehend unbedenklich. Auch Deutschland findet sich unter den sichersten Reisezielen.

Relative Sicherheit

Dennoch offenbart diese grüne Einstufung eine gewisse Relativität: Terrorwarnungen, rechtsextreme Gewaltakte und überlastete Gesundheitssysteme existieren auch in diesen Regionen – allerdings in einem Ausmaß, das gesellschaftlich noch als akzeptabel wahrgenommen wird.

Hierin liegt möglicherweise die unbequeme Erkenntnis dieser Weltkarte: Sicherheit ist kein natürlicher Zustand, sondern politisch bedingt, zerbrechlich und ungleich verteilt. Wer heute unbesorgt nach Dänemark reist, kann dies auch deshalb tun, weil Menschen in anderen Weltregionen nicht die Freiheit haben, zwischen Bleiben und Gehen zu wählen.

Die Risk Map ist daher mehr als ein praktischer Reiseratgeber – sie fungiert als Spiegel einer Welt, in der Urlaubsentscheidungen zunehmend von geopolitischen Faktoren bestimmt werden.

Der Grundgedanke dieser Karte ist ebenso einfach wie unbefriedigend: Regionen, in denen Gewalt, Kriminalität und ein zusammenbrechendes Gesundheitswesen zusammentreffen, sind keine empfehlenswerten Reiseziele – und sollten von Touristen gemieden werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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