Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Wertverlust

Gold und Silber stürzen ab: Trumps Fed-Kandidat löst Edelmetall-Beben aus

Gold und Silber stürzen ab: Trumps Fed-Kandidat löst Edelmetall-Beben aus
FOTO: iStock/Ravitaliy
2 Min. Lesezeit |

Goldpreis im freien Fall: Nach monatelangen Rekordständen verlieren Edelmetalle massiv an Wert. Trumps Personalentscheidung für die US-Notenbank löst eine dramatische Marktreaktion aus.

Der drastische Preisverfall bei Edelmetallen hat sich zu Wochenbeginn fortgesetzt. Nach dem bereits erheblichen Kursrutsch vom Freitag verzeichnete Gold im frühen Handel einen weiteren Wertverlust von bis zu acht Prozent, wodurch der Preis für eine Feinunze auf etwa 4500 US-Dollar sank. Bei Silber fiel der Einbruch noch gravierender aus.

Die Nominierung des ehemaligen Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als potenzieller Nachfolger für den derzeitigen US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch Präsident Donald Trump gilt als Hauptauslöser für die jüngste Talfahrt. Diese Personalentscheidung nährte an den Märkten Bedenken hinsichtlich einer tatsächlichen Lockerung der geldpolitischen Maßnahmen.

⇢ 5.000-Dollar-Marke geknackt: Gold-Hysterie erfasst Wien

Die Edelmetallpreise brechen nach monatelangen Höchstständen merklich ein. Eine Feinunze Gold – entsprechend etwa 31,1 Gramm – wurde im frühen Handel mit rund 4500 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von bis zu acht Prozent entspricht, nachdem der Kurs bereits am Freitag um neun Prozent nachgegeben hatte. Der Silberpreis verzeichnet vom kürzlich erreichten Rekordniveau einen noch stärkeren Absturz.

Negative Preisspirale

Anleger, die auf weiter steigende Goldnotierungen spekuliert hatten, wurden vermutlich von dieser Entwicklung überrascht. Da derartige Spekulationsgeschäfte häufig kreditfinanziert sind, geraten diese Marktteilnehmer bei fallenden Kursen schnell unter Druck und müssen ihre Positionen auflösen. Dies verstärkt den Abwärtstrend zusätzlich und kann eine negative Preisspirale in Gang setzen, die erst nach einer Marktbereinigung endet.

Der aktuelle Goldpreis liegt inzwischen fast 1100 Dollar oder nahezu 20 Prozent unter dem am Donnerstag erreichten Rekordwert von 5595 Dollar. Trotz dieser erheblichen Verluste notiert Gold noch immer leicht über dem Niveau von Ende 2025 – und das nach einem beachtlichen Preisanstieg von 65 Prozent im Vorjahr. Viele Investoren betrachten Edelmetalle, insbesondere Gold, traditionell als Krisenschutz und sichere Anlage.

Silber unter Druck

Der Silberpreis brach um bis zu 15 Prozent auf 72,79 Dollar je Feinunze ein. Nach turbulenten Handelsstunden mit zwischenzeitlichen Verlusten von 36 Prozent schloss Silber am Freitag bereits mit einem Minus von 26 Prozent. Damit liegt der Silberpreis rund 40 Prozent unter seinem Höchststand von 121,65 Dollar.

Ähnlich wie Gold notiert Silber trotz der massiven Kursverluste seit dem Rekordhoch vom Donnerstag immer noch etwas höher als zum Jahresende 2025.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen