Bauwerke erzählen Geschichten von menschlichem Einfallsreichtum und technischer Brillanz – besonders eindrucksvoll tun dies Brücken, die nicht nur Ufer verbinden, sondern oft auch Menschen und Kulturen. Das renommierte Magazin Time Out hat nun die Alte Brücke in Mostar auf den ersten Platz gekürt. Das Bauwerk, das seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, wird von der Organisation als „Symbol der Versöhnung, der internationalen Zusammenarbeit und des Zusammenlebens verschiedener kultureller, ethnischer und religiöser Gemeinschaften“ gewürdigt. Ihr Wiederaufbau nach dem Krieg gilt als wichtiger Meilenstein im Heilungsprozess der Region.
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Kriegszerstörung
Ironischerweise trägt die „Alte Brücke“ ihren Namen heute zu Unrecht – denn das Original existiert nicht mehr. „Die Stadt Mostar erhielt ihren Namen genau von dieser Alten Brücke, deren heller Steinbogen sich fast 25 Meter über der Neretva von 1566 bis 1993 erhob„, erklärt Time Out-Autorin Auburn Scallon. „Während des Bosnienkrieges wurde die Brücke 1993 gezielt zerstört. Dank des unermüdlichen Engagements der Einheimischen und internationaler Unterstützung konnte sie zwischen 2001 und 2004 wiederaufgebaut werden – teilweise sogar mit Originalsteinen, die aus dem Fluss geborgen wurden.“
Internationale Konkurrenz
Im globalen Wettbewerb setzte sich die Brücke gegen weltberühmte Konkurrenten wie die Sydney Harbour Bridge und die Brooklyn Bridge durch. Auch architektonische Besonderheiten wie abgelegene skandinavische Galeriebauwerke und traditionelle peruanische Seilhängebrücken fanden Beachtung. Neben dem Siegerbauwerk aus Bosnien-Herzegowina würdigt die Liste weitere architektonische Meisterwerke: die Double Decker Route in Indien, die Goldene Brücke in Vietnam und die kreisförmige Brückenkonstruktion in Dänemark.
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Insgesamt umfasst das Time Out-Ranking 19 Bauwerke, die durch ihre einzigartige Gestaltung, ästhetische Qualität und kulturhistorische Bedeutung herausragen.