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Drogenszene

Mariahilf versinkt im Drogen-Sumpf – Anrainer fühlen sich alleingelassen

Mariahilf versinkt im Drogen-Sumpf – Anrainer fühlen sich alleingelassen
(istockfoto: Drogen)
2 Min. Lesezeit |

Offene Drogenszene, besorgte Anrainer, ausbleibende Maßnahmen – rund um den Jedmayer brodelt es, und der politische Druck wächst.

Im Umfeld der Drogenberatungseinrichtung Jedmayer weitet sich die offene Drogenszene zunehmend aus. Mit dem Einsetzen der wärmeren Jahreszeit verlagert sich das Geschehen verstärkt in den öffentlichen Raum – mittlerweile sind weite Teile der Bezirksteile Wien-Mariahilf und Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus betroffen. Anrainer schildern wachsende Unsicherheit und häufende Vorfälle im Straßenbild.

Forderungen der VP

Die Volkspartei sieht sich angesichts dieser Entwicklung in ihrer Forderung nach einem 5-Punkte-Paket bestätigt. Dieses umfasst eine Alkoholverbotszone im Bereich der U6-Station, einen permanenten Sicherheitsdienst der Wiener Linien, Schutzzonen für die betroffene Anwohnerschaft, regelmäßige Reinigungseinsätze in den belasteten Gebieten sowie die Errichtung von Notrufsäulen und den Ausbau der Videoüberwachung. „Die Lage spitzt sich weiter zu. Jeder weitere Monat ohne Maßnahmen geht auf Kosten der Sicherheit. Wien braucht jetzt Umsetzung statt weiterer Ankündigungen“, so Hammerer und Ofner.

Kritik an Stadtregierung

Gerhard Hammerer, Obmann der Volkspartei Wien-Mariahilf, wirft der rot-pinken Stadtregierung politisches Wegschauen vor: „Seit Jahren wird beschwichtigt, passiert ist nichts. Das für Ende 2025 angekündigte Konzept von Drogenkoordinator Ewald Lochner liegt bis heute nicht vor.“

Felix Ofner, Obmann der Volkspartei Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus, richtet seine Kritik gegen SPÖ-Stadtrat Hacker, der aus seiner Sicht einseitig auf verstärkte Polizeipräsenz setzt, anstatt erprobte Instrumente wie Alkoholverbotszonen einzuführen. „Selbst funktionierende Modelle aus anderen Hotspots werden hier verweigert“, so Ofner.

Hammerer richtet darüber hinaus einen Appell an die designierte SPÖ-Bezirksvorsteherin Julia Lessacher: Eine Anrainerversammlung sei bereits im September 2024 zugesagt worden – stattgefunden habe sie bis heute nicht.

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KO KOSMO-Redaktion
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