Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Serie-A-Saison

„Kroatischer Bauernhofbub“ Sucic holt ersten Meistertitel mit Inter Mailand

„Kroatischer Bauernhofbub“ Sucic holt ersten Meistertitel mit Inter Mailand
FOTO: EPA/Daniel Dal Zennaro/MATTEO BAZZI
3 Min. Lesezeit |

Scudetto, Jubel, Mailänder Dom: Petar Sucic erlebt seinen ersten Meistertitel – und hatte daran entscheidenden Anteil.

Inter Mailand ist in diesem Jahrzehnt die verlässlichste Kraft im italienischen Fußball. Seit 2017 haben die Nerazzurri die Champions League kein einziges Mal verpasst – und mit dem 2:0-Heimsieg gegen Parma in der letzten Runde holten sie sich nun auch den nächsten Scudetto. Es ist der dritte Meistertitel innerhalb von sechs Saisonen.

Nach dem dramatischen Titelfinale der Vorsaison, das Napoli für sich entschieden hatte, kehrt die Meisterschale damit wieder ins Giuseppe Meazza zurück.

Sucics Schlüsselrolle

Petar Sucic reiht sich nahtlos in die lange Liste kroatischer Spieler ein, die mit Inter Mailand Trophäen gesammelt haben. In der laufenden Serie-A-Saison stand er 31 Mal auf dem Platz, erzielte ein Tor und bereitete zwei weitere vor. Besonders hervorzuheben ist sein Auftritt im Coppa Italia gegen Como, wo er mit einem Treffer und zwei Vorlagen in einem einzigen Spiel glänzte.

Im Meisterschaftsfinale gegen Parma stand Sucic über die vollen 90 Minuten auf dem Rasen und war maßgeblich am entscheidenden 1:0 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beteiligt. Er erkämpfte sich den Ball in der gegnerischen Hälfte, ließ ihn dann aus rund 20 Metern elegant auf Piotr Zielński laufen, der seinerseits Marcus Thuram in Szene setzte. Als der Franzose vollendete, war Sucic einer der Ersten, der zum Torschützen stürmte – ein Moment, der in einem bemerkenswerten Foto festgehalten wurde.

„Das war ein ganz besonderer Abend. Wir wollten diesen Sieg unbedingt – für uns und für die Fans. Für mich persönlich war es noch etwas Besonderes, weil ich meinen ersten Scudetto gewonnen habe. Was unser Geheimnis ist? Wir sind wie eine Familie und geben niemals auf. Auch in den schwierigen Phasen stehen wir füreinander ein – und genau das hat uns zu diesem großen Ziel getragen“, sagte Sucic nach den Feierlichkeiten.

Mailand feiert

Nach dem Abpfiff verlagerte sich die Meisterfeier ins Herz der Stadt – zum Mailänder Dom. Die offizielle Titelfeier ist zwar erst in zwei Wochen geplant, doch die Fans ließen sich nicht aufhalten. Wie die Gazzetta dello Sport schreibt: „Nach Mitternacht war es kaum noch möglich, sich auf dem Platz zu bewegen. Fahnen, geschwungene Schals, Rauchfackeln, Transparente mit Botschaften und Feuerwerk.“

„Symbole. Ein bisschen wie die Krawatte von Präsident Marotta nach dem Spiel – mit der eingestickten Zahl 21, dem 21. Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Der Dom war schon immer das Zentrum der Stadtfeiern – und diesmal war es nicht anders.“

Der Corriere della Sera bewertete alle Akteure des Inter-Triumphes in der Serie A. Sucic erhielt eine Sieben – eine Note im goldenen Mittelfeld des Mannschaftsspiegels. „Der Kroate, der auf dem Bauernhof aufgewachsen ist, scheut keine Drecksarbeit. Er ist stark in die Saison gestartet, hat sein Zweikampfspiel verbessert, verlor nach einer Handverletzung vorübergehend etwas von seiner Leichtigkeit – und fand sie schließlich zurück. Er hat noch Luft nach oben. Tatsächlich muss er das“, urteilten die Italiener.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen