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Umweltalarm

Lobau stirbt: Österreichs Vorzeige-Au trocknet komplett aus

Lobau stirbt: Österreichs Vorzeige-Au trocknet komplett aus
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ausgetrocknete Seitenarme, verschwundene Kleingewässer – in der Unteren Lobau spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Der WWF schlägt Alarm: Die Untere Lobau, eines der ökologisch bedeutendsten Auengebiete Österreichs, droht vollständig auszutrocknen. Die Naturschutzorganisation drängt die Wiener Stadtregierung zu raschem Eingreifen, um das Gebiet zu erhalten.

„Durch fehlende Niederschläge und niedrige Wasserstände verschlechtert sich die Lage sichtbar. Seitenarme, die um diese Jahreszeit Wasser führen sollten, sind ausgetrocknet, Kleingewässer verschwunden und die natürliche Verbindung zur Donau sowie zum Grundwasser wird immer schwächer“, berichtet Stelzhammer. Die Folge sei eine ernsthafte Bedrohung für Biodiversität und ökologische Funktion des Auengebiets.

Fehlt der kontinuierliche Zufluss sauerstoffreichen Wassers, geraten die Lebensräume zahlreicher Tier- und Pflanzenarten zunehmend unter Druck. Paradoxerweise wird den Augewässern weiterhin Grundwasser entzogen – für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.

Stockende Maßnahmen

Zwar hat die Stadtregierung grundsätzlich Maßnahmen beschlossen, doch deren Umsetzung stockt nach wie vor. Als unmittelbar wirksamer Schritt wäre zunächst eine gezielte Wasserzufuhr aus der Oberen Lobau in die betroffenen Bereiche erforderlich, um die akute Lage zu entschärfen.

Darüber hinaus braucht es strukturelle Eingriffe: eine stärkere Anbindung an die Donau im oberen Bereich, die Wiederherstellung naturnaher Fließdynamiken sowie Maßnahmen zur Anhebung des Wasserspiegels – etwa durch gezieltes Einbringen von Schotter ins Donaubett.

Trinkwasser sichern

Ergänzend dazu würde der Bau einer Wasseraufbereitungsanlage für die Trinkwasserbrunnen in der Lobau beziehungsweise der Anschluss an das derzeit entstehende Wasserwerk auf der Donauinsel die Versorgungssicherheit für das Wiener Trinkwasser weiter stärken.

Gleichzeitig würde damit der Weg für eine naturnahe, typische Auenlandschaft geöffnet.

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KO KOSMO-Redaktion
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