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Meerengenkontrolle

Iran richtet eigene Kontrollbehörde für Straße von Hormuz ein

Iran richtet eigene Kontrollbehörde für Straße von Hormuz ein
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Meerenge, die den Weltenergiemarkt bewegt – und der Iran zieht nun offiziell die Fäden über ihre Durchfahrt.

Der Iran hat die Einrichtung einer eigenen Behörde zur Regulierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz offiziell bestätigt. Die neu geschaffene „Behörde für die Straße des Persischen Golfs“ (PGSA) werde über einen offiziellen Account in Echtzeit über laufende Operationen in der Meerenge informieren, teilten der Nationale Sicherheitsrat und die Marine der iranischen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Landes, am Montag mit. Schiffe, die die Meerenge passieren wollen, sind demnach verpflichtet, entsprechende Daten zu übermitteln und gegebenenfalls Mautgebühren zu entrichten.

Neue Mautpflicht

Das Fachblatt „Lloyd’s List“ hatte Anfang Mai berichtet, die Behörde sei dafür zuständig, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilen und Mautgebühren einzuheben. Schiffe, die die Straße von Hormuz befahren wollen, müssten „detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute“ machen. Bereits zuvor hatte der iranische Fernsehsender Press TV über die geplante Behörde berichtet.

Laut kursierenden Berichten verlangt der Iran für die Durchfahrt Gebühren von bis zu rund zwei Millionen US-Dollar pro Schiff.

Vor dem Iran-Krieg war die Durchfahrt durch die Meerenge für Schiffe kostenlos – das, so Teheran, werde nicht so bleiben. Im April erklärte der Iran, erstmals Mautgebühren für die Nutzung der Straße von Hormuz eingenommen zu haben.

Globale Energiefolgen

Den Ausgangspunkt der Entwicklung bildeten Angriffe Israels und der USA auf Ziele im Iran, die Ende Februar begonnen hatten. Als Reaktion darauf sperrte Teheran die für den globalen Transport von Rohöl und Flüssiggas zentrale Meerenge de facto ab – mit spürbaren Folgen für die Energiepreise weltweit, die seither stark gestiegen sind.

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KO KOSMO-Redaktion
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