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Fußball-WM

Curaçao schreibt Geschichte – trotz klarer Niederlage gegen Deutschland

Curaçao schreibt Geschichte – trotz klarer Niederlage gegen Deutschland
FOTO: EPA/SAM WASSON
3 Min. Lesezeit |

Ein WM-Debüt, das trotz klarer Niederlage in Erinnerung bleibt – Curaçao schrieb bei der WM 2026 gegen Deutschland seine ganz eigene Geschichte.

Das WM-Gruppenspiel zwischen Deutschland und Curaçao fand am 14.06.2026 im NRG Stadium in Houston (US-Bundesstaat Texas) statt.

Wenn der Fußball Orden vergäbe, Curaçao hätte sich einen verdient. Für einen Auftritt bei dieser Weltmeisterschaft, der alles hatte: Herz, Hingabe und eine Portion Unerschrockenheit, die so manchen neutralen Zuschauer auf die Seite der kleinen Karibikinsel gezogen haben dürfte. Ja, der WM-Debütant verlor das Eröffnungsspiel gegen den vierfachen Weltmeister Deutschland – aber er verlor es auf eine Art und Weise, die Eindruck hinterließ.

Dabei deutete nach wenigen Minuten noch alles auf eine frühe Demontage hin. Nmecha und Wirtz kombinierten sich mit einem feinen Doppelpass durch die Defensive, Nmecha vollendete mit einem eleganten Schlenzer ins lange Eck – nach sechs Minuten führte Deutschland. Damit bestätigte sich übrigens eine Prognose, die ein KURIER-Reporter vor dem Anpfiff über den Dortmunder Stürmer formuliert hatte: Er trifft nicht nur im Training, sondern Nmecha.

Historisches WM-Tor

Das frühe 0:1 hätte den Beginn einer Torflut einläuten können. Doch Curaçao ließ sich nicht einschüchtern. Während die Deutschen beste Möglichkeiten leichtfertig vergaben, bewies die Nummer 82 der Weltrangliste Kaltblütigkeit.

Comenencia zog aus dem Strafraumrand ab, der Schuss wurde abgefälscht – und landete unhaltbar im Netz. Auch Manuel Neuer, der mit 40 Jahren in dieser Partie zum ältesten deutschen WM-Spieler der Geschichte avancierte, war machtlos. Das 1:1 war gleichzeitig das erste WM-Tor der Geschichte für Curaçao.

Klarer Klassenunterschied

Der Ausgleich wirkte wie ein Weckruf. Deutschland schaltete einen Gang hoch, agierte nun konzentrierter und zielstrebiger. So viel Einsatz die Spieler von Curaçao auch zeigten, so verbissen sie sich gegen das Unvermeidliche stemmten – der Klassenunterschied zwischen dem Weltmeister und der 150.000-Einwohner-Insel war schlicht nicht wegzudiskutieren.

Noch vor der Halbzeit stellte Deutschland die Weichen: Schlotterbeck traf per Kopf, Havertz verwandelte einen Elfmeter. Und als Musiala unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 4:1 erhöhte, war die einzige offene Frage nur noch die Höhe des Ergebnisses.

Am Ende wurde es eine deutliche Angelegenheit. Brown traf in der 68. Minute, Undav legte zehn Minuten später nach, Havertz schnürte in der 87. Minute den Doppelpack. 7:1 – ein klarer Kantersieg für Deutschland. Den Spielern von Curaçao muss das allerdings nicht die Nachtruhe rauben.

Selbst Rekordweltmeister Brasilien, fünfmaliger Titelträger, kassierte 2014 gegen Deutschland ein 1:7.

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KO KOSMO-Redaktion
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