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Gasexplosion in Wien: Polizei gibt neue Details bekannt

Gasexplosion in Wien: Polizei gibt neue Details bekannt
FOTO: iStock/Chalabala
2 Min. Lesezeit |

Ein jahrelanger Rechtsstreit, eine Explosion mitten in der Nacht – und ein 93-Jähriger im Zentrum der Ermittlungen.

In der Nacht auf Sonntag soll ein 93-jähriger Hausbesitzer in Wien-Floridsdorf sein eigenes Einfamilienhaus durch eine absichtlich ausgelöste Gasexplosion vollständig zerstört haben. Die Polizei bestätigt nun erstmals, dass dem Vorfall ein über Jahre andauernder Zivilrechtsstreit um Wohnrechte vorausgegangen sein soll. Bei der Detonation wurden insgesamt neun Personen verletzt – darunter eine 25-jährige Schwangere.

Drei der Verletzten, unter ihnen der Tatverdächtige selbst, mussten stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Sechs weitere Betroffene aus der Nachbarschaft wurden noch vor Ort von Einsatzkräften der Wiener Berufsrettung versorgt und anschließend in häusliche Pflege entlassen.

Ermittlungen laufen

Der 93-Jährige erlitt durch die Wucht der Explosion schwere Verletzungen und liegt derzeit im künstlichen Tiefschlaf. Eine Befragung durch die Ermittlungsbehörden ist damit vorerst nicht möglich. Das Einfamilienhaus wurde durch die Detonation vollständig vernichtet; auch mehrere angrenzende Gebäude trugen erhebliche Schäden davon.

Die Brandermittlerinnen und Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien haben umfangreiche Erhebungen eingeleitet. Die Wiener Polizei teilte mit, dass gegen den 93-jährigen Hausbewohner wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung ermittelt wird und er über staatsanwaltschaftliche Anordnung festgenommen wurde. Sobald der Tatverdächtige vernehmungsfähig ist, soll er zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragt werden. Der laufende Zivilrechtsstreit wird dabei in die Ermittlungen einbezogen; parallel dazu werden auch Angehörige und das familiäre Umfeld des Mannes befragt.

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KO KOSMO-Redaktion
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