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170-Millionen-Projekt

Bosnien bekommt einen neuen internationalen Flughafen!

Bosnien bekommt einen neuen internationalen Flughafen!
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Bihać soll einen internationalen Flughafen bekommen: Rund 170 Millionen KM sind für eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Nordwesten Bosniens vorgesehen.

Der Bau des internationalen Flughafens Bihać gilt als eines der bedeutendsten Infrastrukturvorhaben der Föderation Bosnien und Herzegowina im Luftverkehrsbereich. Föderale Verkehrs- und Kommunikationsministerin Andrijana Katic betonte, das Projekt sei ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Verkehrsanbindung sowie zur wirtschaftlichen Stärkung von Bihać und des Kantons Una-Sana.

Mit dem laufenden Bauabschnitt – der sogenannten Phase 1A – sei die Infrastrukturentwicklung offiziell angelaufen. Die weitere Umsetzung werde schrittweise erfolgen, abhängig von den verfügbaren Haushaltsmitteln und der Erfüllung regulatorischer Voraussetzungen. Projektträger ist das öffentliche Unternehmen „Flughafen Bihać“ d.o.o.

Technische Anforderungen

Aus den von der föderalen Regierung bereitgestellten Mitteln wurde bereits ein konkreter Fortschritt erzielt: Geplant ist der Bau einer Start- und Landebahn, die zunächst für Flugzeuge mit bis zu 150 Sitzplätzen ausgelegt wird. Eine spätere Erweiterung soll den Betrieb von Maschinen mit bis zu 200 Sitzplätzen ermöglichen.

Das gesamte Bauvorhaben orientiert sich an den höchsten internationalen Sicherheitsstandards der Zivilluftfahrt – vorgegeben durch ICAO (UN-Luftfahrtbehörde), EASA (EU-Luftfahrtagentur) sowie die Bosnisch-Herzegowinische Direktion für Zivilluftfahrt (BHDCA). Ziel ist es, dass der künftige Flughafen sämtliche technischen, operativen und sicherheitsrelevanten Anforderungen für einen reibungslosen Luftverkehrsbetrieb erfüllt.

Kosten & Finanzierung

Den Gesamtwert des Projekts beziffert die gültige Projektdokumentation auf rund 170 Millionen Konvertible Mark. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über den Haushalt der Föderation Bosnien und Herzegowina – durch Kapital- und laufende Transfers des Föderalen Ministeriums für Verkehr und Kommunikation.

Im Zeitraum von 2017 bis 2025 wurden insgesamt 82,935 Millionen KM an Kapitaltransfers sowie 1,37 Millionen KM an laufenden Transfers bewilligt – zusammen also rund 84,3 Millionen KM an Haushaltsmitteln. Davon wurden bis Ende 2025 knapp 21,1 Millionen KM tatsächlich verausgabt.

Diese Mittel flossen laut Ministerin Katic unter anderem in Enteignungsverfahren und Grundstückskäufe, die Umwidmung von Flächen in Bauland, die Erstellung einer aeronautischen Studie sowie in Entwurfs- und Hauptprojektdokumentationen, geotechnische Untersuchungen und Revisionen.

Darüber hinaus wurden ein Testabschnitt der Start- und Landebahn, die Zugangsinfrastruktur sowie weitere vorbereitende Maßnahmen finanziert.

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KO KOSMO-Redaktion
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