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Diplomatie

„Schlag ins Gesicht für Russland“: Selenskyj reist nach Serbien

„Schlag ins Gesicht für Russland“: Selenskyj reist nach Serbien
(FOTO: EPA-EFE/HOLLIE ADAMS / POOL)
2 Min. Lesezeit |

Selenskyj reist in ein Land, das Moskau nie den Rücken gekehrt hat – sein Besuch in Belgrad sendet ein unmissverständliches Signal.

Wolodymyr Selenskyj will am Samstag erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nach Serbien reisen – ein Land, das in Europa als einer der engsten Verbündeten Moskaus gilt. Belgrad hat bislang keine Sanktionen gegen Russland verhängt und pflegt nach wie vor intensive Beziehungen im Energiebereich. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat den Krieg genutzt, um in Moskau persönlich mit Wladimir Putin zu verhandeln und die wirtschaftliche sowie politische Zusammenarbeit beider Länder weiter auszubauen.

Schlag gegen Moskau

Ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter erläuterte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag die Stoßrichtung des Besuchs: „Wir müssen die Serben von der Seite Russlands wegziehen.“ Der Besuch Selenskyjs in Belgrad wird intern als „ein Schlag ins Gesicht für die Russen“ bezeichnet und gilt als bewusst gesetzter geopolitischer Akzent, der Serbiens Nähe zu Moskau öffentlich in Frage stellen soll.

Serbien bekennt sich offiziell zum Ziel eines EU-Beitritts, doch Brüssel betrachtet die anhaltend engen Verbindungen Belgrads zu Russland mit wachsender Skepsis. Selenskyj, der Serbien seit seinem Amtsantritt im Jahr 2019 noch nicht besucht hat, nutzt Auslandsreisen systematisch, um internationale Unterstützung für sein Land zu gewinnen.

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KO KOSMO-Redaktion
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