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Infrastruktur

Milliardenprojekt: Banja Luka startet Ausschreibung für Adria-Autobahn

Milliardenprojekt: Banja Luka startet Ausschreibung für Adria-Autobahn
Symbolbild. FOTO: iStock/Reiner
2 Min. Lesezeit |

Ein 44-Kilometer-Korridor, ein Sondergesetz, eine Ausschreibung – Banja Luka rückt dem Adriaraum ein Stück näher.

Savo Minic, Premierminister der Republika Srpska (bosnisch-serbische Teilrepublik), hat angekündigt, dass innerhalb der nächsten zwei Monate eine öffentliche Ausschreibung für den Bau der Autobahn zwischen Mrkonjic Grad und Banja Luka veröffentlicht wird. Parallel dazu sollen in diesem Zeitraum sämtliche Eigentums- und Rechtsfragen geklärt sowie ein eigens dafür vorgesehenes Sondergesetz – ein sogenanntes lex specialis – verabschiedet werden.

Wirtschaftliche Perspektiven

Dem Portal BiznisInfo.ba zufolge könnte das Autobahnprojekt einen erheblichen Wachstumsschub für Wirtschaft und Tourismus in der Region bedeuten. In der Ortschaft Podbrdo, unweit der geplanten Trasse, wurden bereits zwei Gewerbezonen mit mehreren Produktionsbetrieben angelegt; weitere Investitionen befinden sich in Planung. Von der Realisierung des Projekts wird eine spürbare Verbesserung der Verkehrsanbindung sowie die Erschließung neuer wirtschaftlicher Perspektiven für die Gemeinden entlang der Route erwartet.

Der Abschnitt Banja Luka – Mrkonjic Grad ist rund 44 Kilometer lang und bildet einen Teilabschnitt der geplanten Autobahn Banja Luka – Split. Diese hätte eine Gesamtlänge von rund 186 Kilometern, wobei der weitaus größte Teil – nämlich 99 Kilometer – durch die Republika Srpska führen würde, über die Strecke Banja Luka – Mrkonjic Grad – Mlinista. Weitere rund 65 Kilometer würden durch die Föderation Bosnien und Herzegowina verlaufen, etwa 22 Kilometer schließlich durch kroatisches Staatsgebiet bis zum Knotenpunkt Caporice.

Ungewisse Gesamtstrecke

Ob der gesamte Korridor bis Split jemals realisiert wird, ist allerdings höchst ungewiss. Als einziger gesicherter Abschnitt gilt derzeit die Strecke Banja Luka – Mrkonjic Grad, die bereits in eine fortgeschrittene Vorbereitungsphase eingetreten ist. Wie BiznisInfo.ba bereits früher berichtete, hatte dieses Projekt in der Föderation Bosnien und Herzegowina nie hohe Priorität – die Trasse verläuft durch Gebiete ohne nennenswerte urbane oder industrielle Zentren.

Die Föderation setzt stattdessen auf eine Schnellstraßenverbindung nach Split über Travnik, Bugojno, Kupres und Livno.

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KO KOSMO-Redaktion
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