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Unwetterwarnung

Unwetter ziehen über Österreich – Trockenheit bleibt extrem

Unwetter ziehen über Österreich – Trockenheit bleibt extrem
Symbolbild Foto: iStock
4 Min. Lesezeit |

Eine Kaltfront zieht über Österreich – doch für ausgetrocknete Regionen kommt die Erleichterung zu spät.

Über dem Südosten Deutschlands liegt derzeit eine Kaltfront – und die macht sich bereits in Österreich bemerkbar. Schon in den frühen Morgenstunden bildeten sich im Vorfeld der Front vereinzelte, teils kräftige Gewitter, die unter anderem das Waldviertel erfassten. Ab Mittag rechnet Christoph Matella, Meteorologe bei UBIMET, mit einem deutlichen Anstieg der Gewitterneigung.

Besonders entlang eines Streifens, der sich von Tirol und Oberkärnten bis ins Waldviertel erstreckt, sind teils starke Gewitter zu erwarten. Lokal besteht Unwettergefahr durch große Regenmengen in kurzer Zeit, Sturmböen und vereinzelt Hagel. Am Nachmittag können auch am Alpenostrand einzelne Gewitter auftreten.

Trockenheit bleibt kritisch

Auch Wien liegt im Einflussbereich der Gewitterausläufer, die die Bundeshauptstadt allerdings nur in abgeschwächter Form erreichen dürften. Eine nennenswerte Linderung der Trockenheit ist damit nicht verbunden – denn im Osten und Südosten bleibt es überwiegend trocken. Bis einschließlich Freitag sind dort allenfalls einzelne Schauer und Gewitter möglich, vielerorts fällt gar kein Regen.

Damit bleibt die Lage in den ohnehin schon ausgetrockneten Regionen weiterhin angespannt. „Gebietsweise hat es zu diesem Zeitpunkt im Jahr noch nie so wenig Niederschlag gegeben“, sagt Matella. Und fügt hinzu: „Auch im Raum Wiener Neustadt, wo gestern der große Waldbrand ausgebrochen ist.“

Die Zahlen geben dem Meteorologen recht: Laut Geosphere Austria fielen in Österreich von Jahresbeginn bis Ende Juni rund 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. In Teilen Niederösterreichs, Oberösterreichs, Salzburgs sowie im Wiener Becken und Burgenland fehlten je nach Region 30 bis 50 Prozent des üblichen Niederschlags – im Flächenmittel war es dort seit Beginn der Aufzeichnungen 1885 nicht mehr so trocken.

Hinter der schwachen Kaltfront gelangen ab Freitag zwar etwas kühlere Luftmassen in den Alpenraum, im Bergland bleibt die Neigung zu Schauern und Gewittern jedoch erhöht. Am Donnerstag scheint im Osten und Süden zunächst noch verbreitet die Sonne, während von Vorarlberg über die Obersteiermark bis ins Waldviertel bereits in den Morgenstunden erste Schauer und Gewitter durchziehen. Am Nachmittag greift die Gewitteraktivität vom Bergland aus auf weite Teile des Landes über, stellenweise besteht Unwettergefahr.

Am längsten freundlich bleibt es von Unterkärnten bis ins Südburgenland sowie im äußersten Osten. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, bei Gewittern auch kräftig mit stürmischen Böen aus West bis Nordwest.

Wochenende hochsommerlich

Der Freitag startet bewölkt, im Osten und Süden zunächst noch mit Regen. Im Laufe des Vormittags lässt der Niederschlag nach, von Nordwesten her lockert es auf. Im Bergland und im Süden sind ab Mittag erneut Schauer und kräftige Gewitter möglich, im äußersten Osten und Südosten bleibt die Gewitterneigung hingegen gering. Die Temperaturen erreichen je nach Sonnenschein 23 bis 31 Grad.

Der Samstag bringt abseits der Alpen einen freundlichen Wechsel aus Sonne und Wolken. Im Bergland halten sich zunächst noch Restwolken, die sich tagsüber zu Quellwolken entwickeln – ab Mittag entstehen daraus lokale Schauer und Gewitter. Bei schwachem bis mäßigem Wind, der auf östliche Richtungen dreht, werden Höchstwerte zwischen 26 und 32 Grad erwartet.

Der Sonntag präsentiert sich verbreitet sonnig und hochsommerlich. Im Laufe des Nachmittags nimmt zunächst über dem westlichen Bergland die Schauer- und Gewitterneigung zu. Am Abend sind lokal, besonders in Vorarlberg und im Außerfern, auch kräftige Gewitter mit stürmischen Böen möglich.

Ansonsten weht der Südostwind nur schwach bis mäßig, die Temperaturen klettern auf 28 bis 35 Grad.

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KO KOSMO-Redaktion
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