Ein Insektenschutzgitter, ein geöffnetes Fenster – und ein Sturz aus vier Metern Höhe. Ein Kleinkind kämpft nach einem Unfall in St. Pölten.
Am Donnerstag, dem 6. August, ereignete sich im Stadtgebiet von St. Pölten ein schwerer Unfall, in den ein 22 Monate altes Kleinkind verwickelt war. Das Kind befand sich gemeinsam mit einem Geschwisterkind im Obergeschoß eines Einfamilienhauses, während die Großmutter die Aufsicht führte.
Sturz aus dem Fenster
Gegen 16.10 Uhr nahm das Unglück seinen Lauf: Das Kleinkind lehnte sich laut Polizeiangaben gegen den Insektenschutz eines geöffneten Fensters. Das Gitter hielt dem Gewicht des Kindes nicht stand, woraufhin das Kleinkind aus dem ersten Stock rund vier Meter in die Tiefe stürzte und auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Gebäude aufschlug.
Das Kind zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Der Rettungshubschrauber Christophorus 2 übernahm den Transport und brachte das Kleinkind zur weiteren medizinischen Versorgung in die Klinik Donaustadt nach Wien-Donaustadt.
Warnung des Sozialministeriums
Das österreichische Bundesministerium für Soziales weist darauf hin, dass Insektengitter das Gewicht eines Kindes nicht tragen und deshalb keine Fenstersicherung ersetzen. Gerade in den Sommermonaten, wenn Fenster häufig geöffnet sind, erhöht sich das Risiko für solche Unfälle.