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Missbrauchsurteil

Er sagte, er sei im Urlaub – tatsächlich saß der Trainer im Gefängnis

Er sagte, er sei im Urlaub – tatsächlich saß der Trainer im Gefängnis
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Vier Monate Schweigen, eine knappe E-Mail – und dann die Wahrheit: Ein britischer Spitzentrainer sitzt hinter Gittern.

Leon Baptiste, britischer Trainer und ehemaliger Sprinter, sitzt in einem marokkanischen Gefängnis – verurteilt wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Der 41-Jährige, der zuletzt mehrere Spitzenathleten betreute, verschwand von einem Tag auf den anderen, während sich seine Schützlinge mitten in der Vorbereitung auf bedeutende Wettkämpfe befanden. Vier Monate lang tappten die Athleten im Dunkeln.

Jetzt ist klar, wo Baptiste steckt: Er verbüßt seine Strafe im Gefängnis Al-Oudaya in Marrakesch. Wie die BBC berichtet, wurde er zunächst zu zehn Monaten Haft verurteilt, die später auf acht Monate reduziert wurden.

Urlaub als Deckmantel

Begonnen hatte alles mit einem vermeintlichen Urlaub in Marokko. Nach seiner Abreise ließ Baptiste seine Athleten lediglich wissen, er werde „eine Zeitlang“ nicht erreichbar sein – den eigentlichen Grund verschwieg er. Dabei hätte seine Anwesenheit kaum dringlicher sein können: Baptiste sollte die Gruppe auf die Commonwealth Games vorbereiten und war zudem für die Europameisterschaften in Birmingham eingeplant.

Die offizielle Mitteilung an seine Schützlinge erfolgte erst vergangenen Dienstag – per E-Mail, mit dem lapidaren Hinweis auf „gesundheitliche Gründe“ als Rücktrittsursache. Inzwischen hat sich auch das britische Außenministerium eingeschaltet. In einer Stellungnahme heißt es: „Wir unterstützen einen britischen Staatsangehörigen, der in Marokko festgehalten wird, und stehen mit den Behörden in Kontakt.“

Rückkehr offen

Auch Baptistes Familie wurde über die Inhaftierung informiert.

Wann der ehemalige Sprinter nach Großbritannien zurückkehren kann, ist derzeit offen.

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KO KOSMO-Redaktion
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