Randale, Sperren, Niederlagen – für Roter Stern Belgrad endete die Champions-League-Qualifikation mit einem Scherbenhaufen.
Die UEFA hat Roter Stern Belgrad nach dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Hapoel Beer Sheva mit einer Gesamtstrafe von 135.500 Euro belegt. Auslöser waren organisatorische Defizite sowie massives Fehlverhalten der Anhänger. Darüber hinaus wurde Roter-Stern-Spieler Muhamed Abu Fani wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Gegenspieler für drei Partien in europäischen Bewerben gesperrt.
Trainer Dejan Stankovic erhielt wegen unsportlichen Verhaltens die Rote Karte und trat in der Folge von seinem Amt zurück. Als sein Nachfolger wurde der Spanier Albert Riera verpflichtet.
Sportliches Debakel
Sportlich verlief die Doppelbegegnung gegen Hapoel Beer Sheva für Roter Stern Belgrad desaströs: Zunächst setzte es eine 0:1-Niederlage – das Heimspiel des israelischen Klubs fand aufgrund des Nahostkonflikts in Ungarn statt –, ehe die Belgrader auch das Rückspiel in der serbischen Hauptstadt mit 0:2 verloren. Damit war der Traum von den Champions-League-Play-offs geplatzt. Der serbische Meister setzt seine Europacup-Saison nun in der Europa-League-Qualifikation fort.
Die UEFA-Disziplinarkommission schlüsselte die Strafen gegen Roter Stern Belgrad im Detail auf: 50.000 Euro entfallen auf das Zeigen einer unangemessenen Botschaft, 35.000 Euro auf Zuschauerausschreitungen und mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, 23.250 Euro auf das Werfen von Gegenständen, 22.000 Euro auf die Blockierung von Zugängen sowie 5.250 Euro auf den Einsatz von Pyrotechnik.
Hapoel unter Druck
Auch Hapoel Beer Sheva blieb nicht ohne Konsequenzen: Der israelische Klub muss 16.250 Euro zahlen – aufgeteilt in 8.250 Euro für Wurfgeschosse aus dem Fanblock und 8.000 Euro für Sachschäden an der Infrastruktur. Die UEFA verpflichtete die Vereinsführung von Hapoel Beer Sheva zudem, direkt mit den Verantwortlichen von Roter Stern Belgrad in Kontakt zu treten, um die vollständige Schadensregulierung sicherzustellen.
Für serbische Klubs sind UEFA-Sanktionen kein Neuland – allen voran Partizan Belgrad häufte in der Vergangenheit eine beachtliche Strafenliste an. Der Stadtrivale musste wiederholt vor leeren oder gesperrten Tribünen spielen und wurde in der Saison 2007/08 sogar aus dem UEFA-Cup ausgeschlossen. Allein in den vergangenen fünf Spielzeiten summierten sich die Strafen gegen Partizan Belgrad auf mindestens 793.875 Euro; über einen Zeitraum von zehn Jahren überstieg die Gesamtbelastung die Marke von eineinhalb Millionen Euro.