Vor Palawan steht ein Schiff in Flammen – 87 Menschen werden vermisst, die Suche läuft gegen die Zeit.
Vor der Küste der philippinischen Provinz Palawan hat ein Schiffsbrand mindestens fünf Menschenleben gefordert. 87 weitere Personen gelten nach wie vor als vermisst.
Das Unglück ereignete sich an Bord der „June Aster“, als aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausbrach. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt rund zwei Kilometer vor der Küste. Von insgesamt 134 Menschen, die sich laut Passagier- und Besatzungsliste an Bord befanden, konnten 42 Personen gerettet werden. Die fünf Todesopfer wurden bereits an Land gebracht.
Suche unter Zeitdruck
Die philippinische Küstenwache koordiniert die laufenden Such- und Rettungsoperationen. Die „June Aster“ war von Manila aus in See gestochen und geriet vor der Küste Palawans in Not. Ein von der Küstenwache veröffentlichtes Videodokument zeigt das Schiff in hellen Flammen. Die Rettungskräfte vor Ort arbeiten unter enormem Zeitdruck – die Chancen, weitere Überlebende zu finden, sinken mit jeder Stunde.
WATCH: A ship was caught in a blaze in waters off Barangay Marcilla in Coron, Palawan, on Wednesday, September 9. | 📷 PCG pic.twitter.com/3IIg8IjcuD
— Panay News (@panaynewsdotnet) September 9, 2026
Wiederkehrendes Problem
Schiffsunglücke zählen auf den Philippinen zu einem wiederkehrenden Problem, das eng mit mangelhaften Sicherheitsstandards und unzureichender Wartung vieler Wasserfahrzeuge zusammenhängt. Der Inselstaat, dessen Territorium mehr als 7.000 Inseln umfasst, ist in hohem Maß auf den Schiffsverkehr als Verbindungsweg angewiesen.
Nach offiziellen Daten der philippinischen Schifffahrtsbehörde MARINA wurden im Jahr 2023 landesweit 188 Seeunfälle oder -zwischenfälle registriert, was einem Anstieg um 63 Prozent gegenüber den 115 Fällen im Jahr 2022 entspricht. Insgesamt wurden 2023 294 Todesopfer im Zusammenhang mit maritimen Unfällen und Zwischenfällen in den philippinischen Gewässern erfasst.
Besonders betroffen sind immer wieder Menschen, die auf Schiffsverbindungen angewiesen sind, darunter auch Migranten, die zwischen den Inseln pendeln.