Spätabends schrillt der Alarm im Seniorenheim, 200 Retter rücken an. Hinter einer Zimmertür beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Ein Zimmerbrand in einem Seniorenheim in Heiligenstadt im Landkreis Bamberg hat am Montagabend einen Menschen schwer verletzt. Rund 200 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst standen im Einsatz.
Kurz nach 22 Uhr schlug die Brandmeldeanlage des Heims Alarm. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, war bereits ein Zimmerbrand gemeldet. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf das Stichwort „B5 Brand Altenheim“ angehoben.
Schwerste Verletzungen
Bei der Erkundung stießen die Helfer in einem Zimmer auf einen 73-jährigen Bewohner, der schwerste Brandverletzungen erlitten hatte. Die Flammen hatten sich nicht über den betroffenen Raum hinaus ausgebreitet.
Der Schwerverletzte wurde zunächst notärztlich versorgt, dann zu einem Rettungshubschrauber gebracht und von dort in eine Spezialklinik geflogen. Die übrigen Bewohner blieben unverletzt und konnten in ihren Zimmern bleiben.
Ermittlungen laufen
Ersten Erkenntnissen zufolge war der 73-Jährige auf ein Sauerstoffgerät angewiesen, das vermutlich mitverantwortlich für den Brand war. Wie es genau dazu kam, untersucht die Kriminalpolizei Bamberg.
Den Schaden beziffert die Polizei auf rund 5.000 Euro.