Formulare, Hotline, Schalter: Der Seniorenrat will den Weg zum Amt ohne Klick gesetzlich festschreiben – quer durch die Parteien.
Der überparteiliche Seniorenrat verlangt einen Rechtsanspruch darauf, staatliche Leistungen dauerhaft auch auf analogem Weg in Anspruch nehmen zu können. Beantragt wurde das von den Präsidentinnen Ingrid Korosec (ÖVP) und Birgit Gerstorfer (SPÖ).
Dienste der Daseinsvorsorge sollen weiterhin auf Papier, per Telefon und im persönlichen Kontakt zugänglich bleiben. Gleichzeitig arbeitet der Seniorenrat gemeinsam mit dem Sozialministerium am Ausbau eines flächendeckenden Beratungsnetzwerks.
Verbindlicher Rechtsanspruch
Konkret strebt der Seniorenrat einen verbindlichen Rechtsanspruch an, der die dauerhafte analoge Nutzung staatlicher Leistungen garantiert. Dazu zählen Anträge und Informationen in Papierform, die Erreichbarkeit per Telefon sowie persönliche Anlaufstellen. Korosec und Gerstorfer treten gemeinsam für diese Absicherung ein.
In Kooperation mit dem Sozialministerium entsteht ein flächendeckendes Beratungsnetzwerk. Es soll ältere Menschen sowohl beim Zugang zu analogen Wegen unterstützen als auch beim Erwerb digitaler Kompetenzen und technischer Affinität.
Klare Haltung
„Grundsätzlich sind wir für die Digitalisierung“, betonte Ingrid Korosec. Zugleich müsse es eine Alternative geben, „wenn man es nicht kann oder wenn man es nicht will“. Digitale Angebote lehnt der Seniorenrat somit nicht ab, er pocht aber auf verlässliche analoge Optionen.