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Zugunglück

Überlebender unter Schock: „Sah jungen Mann mit amputiertem Arm gehen“

Überlebender unter Schock: „Sah jungen Mann mit amputiertem Arm gehen“
FOTO: EPA
3 Min. Lesezeit |

Ein Ruck geht durch den Zug, dann bricht Chaos aus – über 40 Tote zählt man bisher. Ein Passagier des Unglücks von Toledo erzählt, was er danach gesehen hat.

Ein Passagier, der am Mittwoch die Kollision eines AVE- mit einem Iryo-Zug (private Bahngesellschaft) in Toledo miterlebt hat, spricht von zahlreichen Verletzten und von Toten. Im Sender Cadena SER schilderte der Augenzeuge Jesús eine plötzliche Vollbremsung und chaotische Szenen an Bord.

Am 28. Oktober 2026 bestätigten Renfe und Adif, dass auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Andalusien ein Renfe-Zug und ein Iryo-Zug kollidiert waren; Adif bezeichnete das Ereignis als Auffahrunfall und sperrte den Zugverkehr auf dem betroffenen Korridor.

Während der Fahrt sei es zu „einer Art Vollbremsung“ gekommen, „und alle sind durch die Luft geflogen“, erzählt Jesús. Er selbst sei gegen Mitreisende geprallt und habe zunächst an eine Entgleisung gedacht. „Dann habe ich gesehen, dass um mich herum Leute durch den Gang geschleudert wurden. Ich selbst zum Glück nicht, ich war ja angegurtet.“

Zerstörter Waggon

Ein Waggon sei „komplett herausgerissen“ worden, die Böschung hinuntergestürzt und umgekippt. Nun liege er „völlig zerstört“ da.

Neben dem entgleisten Teil habe er mit einem Beamten der Guardia Civil (spanische Gendarmerie) gesprochen. „Er hat mir gesagt, dass dort, wo ich stehe, so etwas wie Ground Zero ist.“

Verletzte und Tote

Zum Zeitpunkt des Gesprächs hielt Jesús den Tropf einer verletzten Person, um „den Sanitätern ein wenig zu helfen“. Es gebe „viele Verletzte, und es gibt Tote“, sagt er.

Er habe versucht, „einige Körper aus dem Zug wegzubringen“, und „einen jungen Mann mit amputiertem Arm gehen sehen“. „Ich sehe Körper am Boden liegen, bei denen ich nicht einmal eine Bewegung bemerkt habe.“

Die Lage vor Ort beschreibt er so: „Ich verstehe, dass wir mitten auf dem Land sind und es kompliziert ist. Aber es ist wirklich eine absolute Notsituation, würde ich sagen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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