Radarautos rücken auf den S31-Umleitungen aus, Gemeinden ordern sie immer öfter. Hinter den Blitzern steckt eine Millionenrechnung.
Auf den Umleitungsstrecken der S31 wird derzeit öfter gemessen: Vor allem in Kaisersdorf und Karl sind vermehrt mobile Radarautos postiert. Der Bedarf wächst spürbar. Im Vorjahr verzeichnete das Land 85 Anforderungen, das sind 20 mehr als 2024 und damit rund 30 Prozent mehr.
Auch heuer geht das Büro von Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) von einem ähnlich großen Interesse aus. Die Gemeinden können die mobilen Radarautos des Landes gezielt an Gefahrenstellen einsetzen lassen. Die Strafen auf Gemeindestraßen landen in der Kasse der jeweiligen Gemeinde.
Kontrollen an Schulen
Im September wurde zwei Wochen lang vor rund 40 Schulen und auf Schulwegen kontrolliert. Von 47.351 erfassten Fahrzeugen waren 1.893 zu schnell unterwegs, fast jede 25. Fahrt lag also über dem erlaubten Tempo. Im Bezirk Oberwart wurde ein Autofahrer mit 70 statt 30 km/h gemessen.
Jahresbilanz Radar
Die jüngste Jahresbilanz nennt 3301 mobile Einsätze und 14 fixe Radarboxen. Insgesamt wurden rund 6,8 Millionen Fahrzeuge erfasst. 80.289 Lenkerinnen und Lenker waren zu schnell, das sind im Schnitt 220 pro Tag.
Der Anteil der Überschreitungen ging von 1,43 auf 1,18 Prozent zurück, was das Land auf die engmaschigen Kontrollen zurückführt. Die Radarkontrollen spülten im Vorjahr rund vier Millionen Euro in die Kassen, rechnerisch knapp 11.000 Euro täglich.
Laut dem Büro Dorner wird dieses Geld zur Gänze für die Erhaltung der Landesstraßen verwendet.