Ein Bugatti Chiron im Wert von rund drei Millionen Euro wird nahe Zagreb gestohlen. Wenige Stunden später endet die Flucht an einer Tankstelle in Österreich. Kroatische Medien berichten, dass ausgerechnet Mate Rimac den Luxuswagen nutzt.
Spektakulärer Fahndungserfolg in der Steiermark: Die österreichische Polizei hat am Mittwochabend einen gestohlenen Bugatti Chiron im Wert von rund drei Millionen Euro auf der A9 bei Seiersberg-Pirka sichergestellt. Am Steuer saß ein 36-jähriger Kroate.
Von Kroatien bis nach Österreich
Der exklusive Sportwagen war am Mittwochnachmittag nahe Zagreb gestohlen worden. Danach führte die Flucht über Slowenien weiter nach Österreich.
Der Verdächtige reiste über den Grenzübergang Spielfeld ein und setzte seine Fahrt auf der Pyhrnautobahn A9 fort. Durch die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in mehreren Ländern konnten die österreichischen Beamten den Wagen schließlich lokalisieren.
Kurz nach 19 Uhr entdeckten Polizisten das Fahrzeug bei einer Tankstelle auf Höhe Seiersberg. Für den Fahrer war die Reise dort zu Ende. Der 36-Jährige wurde noch vor Ort festgenommen.
Bugatti Chiron mit rund 1.500 PS
Bei dem gestohlenen Fahrzeug handelt es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um einen Bugatti Chiron, Baujahr 2022. Der Supersportwagen gehört zu den exklusivsten Autos der Welt und leistet in entsprechenden Versionen rund 1.500 PS.
Besonders brisant ist die Frage, wem der Wagen zuzuordnen ist. Kroatische Medien berichten, dass das Fahrzeug von Mate Rimac genutzt wird, dem Gründer von Rimac und Chef von Bugatti Rimac.
Die österreichische Polizei selbst nennt den prominenten Unternehmer allerdings nicht. In der offiziellen Mitteilung ist lediglich von einem Luxus-Sportwagen eines französischen Herstellers und dessen rechtmäßigem Besitzer die Rede.
Verdächtiger gesteht den Diebstahl
Die weiteren Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Steiermark. Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 36-Jährige laut Polizei hinsichtlich des Fahrzeugdiebstahls umfassend geständig.
Überraschend: Der Mann blieb nicht in Haft. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wird er auf freiem Fuß angezeigt.
Der mehrere Millionen Euro teure Bugatti wurde inzwischen sichergestellt und bereits wieder an seinen rechtmäßigen Besitzer übergeben.
Internationale Fahndung endet in der Steiermark
Damit dauerte die Flucht mit dem auffälligen Luxuswagen nur wenige Stunden. Vom Raum Zagreb führte sie über Slowenien bis in die Steiermark – bevor österreichische Autobahnpolizisten dem Fahrer an einer Tankstelle ein Ende setzten.