Die Abschlussfeier der Maturantin nahm in Deutschland am späten Sonntagabend eine tragische Wendung. Rund 500 junge Menschen hatten sich in einem Festsaal in Berlinversammelt, um das Ende ihrer Schulzeit zu feiern.
Gegen 1.30 Uhr Montagfrüh ereignete sich das Unglück. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge kletterten eine 17-jährige Schülerin und ihr gleichaltriger Mitschüler über eine Leiter auf das Flachdach des Festsaals, der Teil des Estrel-Hotelkomplexes ist. „Dabei brachen sie durch eine Lichtkuppel aus Plexiglas“, äußerte eine Polizeisprecherin zum Vorfall. Die beiden Teenager stürzten demnach etwa acht Meter in die Tiefe durch das Treppenhaus.
Tödlicher Sturz
Während der 17-jährige Junge sich nach dem Sturz wieder aufrappeln konnte, wurde das Mädchen lebensgefährlich verletzt. Es gelang dem Jungen und einem anwesenden Sicherheitsmitarbeiter, sie wiederzubeleben, bis der Notarzt eintraf und die weiteren Maßnahmen übernahm. Den Rettungskräften gelang es zunächst, die Schülerin zu stabilisieren und sie in ein Krankenhaus zu bringen. Doch trotz aller Bemühungen erlag sie dort in den frühen Morgenstunden ihren schweren Verletzungen. Am Morgen teilte die Polizei mit, dass das Mädchen den Sturz nicht überlebt hat.
Der Junge hatte, nach ersten Angaben, Glück bei seinem Sturz – er soll auf Mülltonnen im Saal gefallen sein, die seinen Fall bremsten. Er wurde vor Ort von Rettungssanitätern untersucht und musste nicht in die Klinik.
Die Polizei hat inzwischen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände des Unglücks zu klären.