Gefälschte Webseiten, die kaum von echten zu unterscheiden sind – Cyberkriminelle setzen auf eine neue Methode, die selbst Sicherheitsmechanismen aushebelt.
Kriminelle nutzen derzeit eine neue Methode, um Windows-Nutzer ins Visier zu nehmen: Mithilfe sogenannter No-Code-Plattformen wie Bubble lassen sich in kurzer Zeit gefälschte Webseiten erstellen, die von echten kaum zu unterscheiden sind. Weil die Seiten auf den ersten Blick vollkommen legitim wirken, tappen selbst vorsichtige Nutzer in die Falle.
Zwei-Faktor ausgehebelt
Besonders besorgniserregend ist, dass die Angreifer dabei auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung gezielt aushebeln. Zum Einsatz kommen sogenannte Adversary-in-the-Middle-Techniken: Der Angreifer positioniert sich dabei unbemerkt zwischen dem Nutzer und der echten Website und greift sowohl Zugangsdaten als auch Sitzungscookies ab – und verschafft sich so unmittelbaren Zugriff auf das betreffende Konto. Laut Sicherheitsexperten verbreitete sich diese Technik rasch, weil sie sich unkompliziert in bereits bestehende Phishing-Kits einbauen lässt. Die Einstiegshürde für Cyberkriminelle ist damit so niedrig wie nie zuvor.
Wie chip.de berichtet, haben es die Angriffe häufig auf Zugangsdaten von Diensten wie Microsoft 365 abgesehen. Der technisch aufwendige Code hinter den betrügerischen Seiten erschwert deren Erkennung durch automatisierte Sicherheitslösungen.
Schutz vor Angriffen
Zum eigenen Schutz empfiehlt es sich, bei unerwarteten Anmeldeaufforderungen besondere Vorsicht walten zu lassen. Die URL sollte stets sorgfältig geprüft werden – und Codes, die per E-Mail eintreffen, dürfen unter keinen Umständen eingegeben werden.