Orkanartige Böen bis 110 km/h drohen Österreich zu erschüttern, während an der Adria sogar Windspitzen von 149 km/h möglich sind. Die Urlaubsregionen stehen im Sturm-Fokus.
Eine schwere Unwetterfront zieht am Donnerstag über Österreich hinweg. Die Meteorologen haben bereits Warnungen herausgegeben und warnen vor Hagel und intensiven Sturmböen. „Im Extremfall sind lokal auch orkanartige Böen um 110 km/h möglich, was zu dieser Jahreszeit bei voller Baumbelaubung besonders gefährlich ist“, erklärt UWZ-Experte Nikolas Zimmermann. Die kräftigen Gewitter werden voraussichtlich am späteren Nachmittag und Abend von Westen her über die Alpenrepublik ziehen.
⇢ 36 Grad & Hagel: Schweres Unwetter kommt auf Österreich zu
Orkanböen drohen
Die Unwetter werden auch die Nachbarländer mit voller Wucht treffen. Besonders besorgniserregend sind die Prognosen für die Obere Adria, wie aktuelle Berechnungen eines italienischen Lokalmodells zeigen. Dieses prognostiziert Orkanböen mit Geschwindigkeiten über 120 km/h – in der Grafik wird sogar ein extremer Spitzenwert von 149 km/h angezeigt. Die heftigen Winde werden nicht nur die italienische und kroatische Küste treffen, sondern auch über den kroatischen Zentralraum hinwegfegen.
Zimmermann mahnt zur Vorsicht: „Am späten Abend herrscht auch in beliebten Urlaubsdestinationen an der nördlichen Adria große Unwettergefahr!“ Auch der italienische Wetterdienst „il Meteo“ hat bereits Unwetterwarnungen ausgegeben.
Urlaubsregionen gefährdet
Besondere Vorsicht ist für Urlauber in der gesamten nördlichen Adriaregion geboten – von Chioggia über Venedig, Jesolo, Lignano und Grado bis hin zu Istrien und der Kvarner-Bucht. Dass die Wetterlage kritisch wird, steht außer Frage. Der Meteorologe betont jedoch die verbleibenden Unsicherheiten in der Prognose: „Die Unsicherheiten sind erhöht, so hängt die Sturmgefahr direkt von den genauen Zugbahnen der Gewitter ab.“
Welche Ortschaften letztendlich am stärksten betroffen sein werden, lässt sich daher aktuell noch nicht präzise vorhersagen.
Schutzmaßnahmen für Urlauber
In den beliebten Urlaubsorten an der nördlichen Adria wurden bereits konkrete Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Die lokalen Behörden empfehlen Urlaubern dringend, sich regelmäßig über aktuelle Wetterentwicklungen zu informieren und bei aufkommendem Unwetter die Strände umgehend zu verlassen. Insbesondere an den Küstengebieten von Lignano, Jesolo und auf der Halbinsel Istrien sollten Urlauber lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen sichern und während des Unwetters sichere Gebäude aufsuchen.
Da die genauen Zugbahnen der Gewitter schwer vorherzusagen sind, raten die Behörden zu erhöhter Aufmerksamkeit und empfehlen österreichischen Urlaubern, aktuelle Warnmeldungen über lokale Medien oder Wetter-Apps zu verfolgen. Kurzfristige Änderungen der Wettersituation könnten schnelle Anpassungen der Schutzmaßnahmen erforderlich machen.
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