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Überlebenskampf

Albtraum auf hoher See: 40 Stunden Todeskampf nach Taifun-Drama

Albtraum auf hoher See: 40 Stunden Todeskampf nach Taifun-Drama
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Vom Taifun mitgerissen, 40 Stunden auf offener See – drei Männer überlebten in Vietnam einen Albtraum, der die Retter selbst an ein Wunder glauben ließ.

Letzte Woche wütete Taifun Kalmaegi über Vietnam und forderte fünf Menschenleben. Elf Boote sanken, 57 Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht. Für drei Männer entwickelte sich der Sturm zu einem lebensbedrohlichen Albtraum, der jedoch ein überraschendes Ende nahm – ihre Geschichte zeugt von außergewöhnlicher Widerstandskraft.

Der 44-jährige Cuong wurde von den Wassermassen mitgerissen. Seine Begleiter Sanh (37) und Quang (47) versuchten, ihn zu retten, doch ihr Ruderboot kenterte in den meterhohen Wellen und zerbrach. Alle drei trieben mehr als 40 Stunden auf offener See, bevor sie schließlich lebend geborgen werden konnten, wie aus Medienberichten hervorgeht.

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Erste Rettung

Am Samstagmorgen entdeckte die Besatzung des Frachtschiffs Hai Nam 39 den erschöpften, aber noch bei Bewusstsein befindlichen Quang etwa zehn Kilometer von der Insel Ly Son entfernt – dem Ausgangspunkt seiner unfreiwilligen Odyssee. Seine Schwimmweste hatte ihn über Wasser gehalten. „Die hohen Wellen erschwerten die Annäherung erheblich“, schilderte der Kapitän des Frachtschiffs gegenüber lokalen Medien. Erst nach mehreren Anläufen gelang es der Crew, den Schiffbrüchigen an Bord zu holen.

Während der Rettungsaktion verständigte die Schiffsbesatzung umgehend die Küstenwache, die daraufhin ein Suchteam entsandte, um nach den beiden anderen Vermissten zu fahnden.

„Wir konzentrierten uns auf die rote Schwimmweste, die Sanh tragen sollte“, erläuterte Phan Hau, der Kommandant des Küstenwachebootes. „Wir suchten gezielt nach einem roten Farbfleck zwischen den Wellen.“ Stattdessen stießen sie auf einen Mann in schwarzer Oberbekleidung. Erst nach der Bergung stellte sich heraus, dass es sich um Sanh handelte. Später erklärte dieser, er habe versucht, mit seiner Weste zu signalisieren, doch eine Windböe habe ihm das Rettungsmittel entrissen. Auch er wurde rund zehn Kilometer von der Insel entfernt aufgefunden.

Großangelegte Suche

Parallel dazu hatten die Behörden eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Mehrere Schiffe und Hubschrauber beteiligten sich an der Operation, die durch die bis Freitag anhaltenden Sturmböen massiv behindert wurde. Die anfänglichen Bemühungen blieben erfolglos.

Letztendlich konnte auch Cuong aufgespürt und gerettet werden. „Die Entdeckung grenzte für uns an ein Wunder – wir konnten es kaum fassen“, berichtete Hau der Nachrichtenagentur AFP. Alle drei Überlebenden wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Über den Gesundheitszustand der Geretteten liegen nur spärliche Informationen vor. Sanh soll stark verwirrt gewesen sein. Den Berichten zufolge fragte er seine Retter, warum man nach ihm gesucht habe, er sei doch „nur schwimmen gegangen“, wie Hau mitteilte.

„Quangs Zustand stabilisiert sich langsam… ganz Vietnam ist überglücklich“, erklärte seine Ehefrau Lau.

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KO KOSMO-Redaktion
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