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Mutprobe

Angelina Jolie bereitet ihre Kinder auf ihren Tod vor

Angelina Jolie bereitet ihre Kinder auf ihren Tod vor
Foto: epa/FABIO FRUSTACI
3 Min. Lesezeit |

Ein Film, eine Diagnose, ein Leben voller Verluste – Angelina Jolie öffnet sich wie selten zuvor.

Mit ihrem neuen Film „Couture“ kehrt Angelina Jolie zu einem Thema zurück, das ihr Leben seit Jahrzehnten begleitet: Krebs, Verlust und die Frage, wie viel Zeit einem bleibt. Sie spielt darin eine Regisseurin, die mit einer Brustkrebsdiagnose konfrontiert wird – eine Rolle, die für sie weit über eine schauspielerische Herausforderung hinausgeht.

Jolies Mutter, Marcheline Bertrand, starb 2007 im Alter von nur 56 Jahren an den Folgen von Eierstock- und Brustkrebs. Auch ihre Großmutter mütterlicherseits erlag derselben Krankheit. Der Schatten dieser Verluste liegt über Jolies gesamtem Leben – und über diesem Film.

BRCA1-Mutation

Seit Jahren ist öffentlich bekannt, dass Jolie Trägerin einer Mutation des BRCA1-Gens ist, die das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs erheblich erhöht. In einem viel beachteten Gastbeitrag für die New York Times legte sie 2013 offen, dass Ärzte ihr Brustkrebsrisiko auf 87 Prozent und ihr Eierstockkrebsrisiko auf 50 Prozent einschätzten. Noch im selben Text berichtete sie von einer vorbeugenden doppelten Mastektomie, die sie bereits hinter sich hatte. Zwei Jahre später folgte die Nachricht, dass sie auch ihre Eierstöcke und Eileiter entfernen ließ.

Nun, während der Promotion zu „Couture“, spricht sie erneut über das, was dieses Thema in ihr auslöst. Im Interview mit Variety reflektiert sie über ihre eigene Sterblichkeit mit einer Offenheit, die berührt: „Man wird ernst, wenn man begreift – genau wie der Arzt im Film sagt –, dass wir alle sterben werden und dass niemand von uns für immer hier ist.“ Und weiter: „Weil ich meine Mutter früh verloren habe und meine Großmutter nie kennengelernt habe, habe ich nie das Gefühl gehabt, ein langes Leben vor mir zu haben.“

Kinder vorbereiten

Diese innere Dringlichkeit hat auch geprägt, wie sie ihre sechs Kinder großgezogen hat: Maddox (24), Pax (22), Zahara (21), Shiloh (20) sowie die 17-jährigen Zwillinge Knox und Vivienne, die aus ihrer Ehe mit Brad Pitt stammen. „Ich erziehe meine Kinder so, dass ich sie praktisch auf meine Abwesenheit vorbereite – und nicht so sehr darauf, dass ich eines Tages Großmutter werde“, sagte sie gegenüber Variety. „Das passiert, wenn man den Tod als Realität akzeptiert.“

Gegenüber dem Magazin Hello erzählte Jolie, dass der Film ihr geholfen habe, mit ihren Töchtern Gespräche anzustoßen, die längst überfällig waren. „Das ist sehr persönlich für mich. Natürlich hatte ich früher schon ein wenig mit ihnen darüber gesprochen – aber allein die Tatsache, ihnen zu sagen, dass der Film herauskommt, und unser Gespräch darüber, worum es geht, hat uns in die Geschichte über das Gen hineingezogen: darüber, ob sie es vielleicht auch tragen, wie sich die Medizin verändert hat, wie wir das Leben leben wollen.“ Und sie fügte hinzu: „Wir alle durchleben irgendetwas im Leben.“

„Wir alle werden auf irgendeine Weise vor Herausforderungen gestellt – und wir alle haben die Wahl, wie wir damit umgehen. Wir müssen lernen, uns aufeinander zu stützen, und wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die durch schwierige Momente gehen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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