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Strandstreit

Aufregung auf kroatischer Insel: Elektrozaun versperrt Zugang zum Meer

Aufregung auf kroatischer Insel: Elektrozaun versperrt Zugang zum Meer
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein rund 1,60 Meter hoher Zaun mit elektrischem Draht versperrte in einer Bucht auf der kroatischen Insel Vis den Zugang zum Strand. Nach Bekanntwerden des Falls schritten die Behörden sofort ein. Der Besitzer muss den Zaun entfernen und bekommt eine Anzeige.

Was Badegäste in der Bucht Vela Čavojnica auf Vis vorfanden, sorgte für Aufregung: Statt eines freien Zugangs zum Meer stand dort eine rund 1,60 Meter hohe Drahtkonstruktion. Besonders brisant war, dass Teile des Zauns unter elektrischer Spannung standen.

Der Zaun war auf beiden Seiten der Bucht aufgestellt worden und verhinderte laut den Behörden den Zugang zum Strand. Bei einer Kontrolle am 3. September wurde außerdem festgestellt, dass sich die Konstruktion auf einem Bereich des sogenannten pomorsko dobro befand – also öffentlichem maritimem Gut.

Behörden reagieren sofort

Nach Bekanntwerden des Falls führte die kroatische Hafenbehörde gemeinsam mit der Seepolizei und einem kommunalen Beamten eine dringende Inspektion durch. Vor Ort trafen die Behörden auch auf den belgischen Eigentümer.

Dieser erklärte laut kroatischem Verkehrs- und Infrastrukturministerium, er sei mit den kroatischen Vorschriften nicht vertraut gewesen. Die Behörden ordneten dennoch umgehend die Entfernung des Zauns an. Zusätzlich soll wegen der Absperrung des öffentlichen Meeresguts eine Verwaltungsübertretungsanzeige eingereicht werden.

Elektrozaun inzwischen entfernt

Der Fall entwickelte sich damit innerhalb weniger Stunden weiter: Nachdem die Kontrolleure den Zaun beanstandet hatten, teilte die Eigentümerseite mit, dass der elektrische Teil der Konstruktion entfernt worden sei.

Die Kontroverse hatte zuvor vor allem deshalb für Aufsehen gesorgt, weil Besucher nach eigenen Angaben nicht einfach zur Bucht gelangen konnten. Zusätzlich war die elektrische Spannung an der Umzäunung deutlich gekennzeichnet – eine Situation, die bei Badegästen und Einheimischen für Unverständnis sorgte.

Öffentlicher Zugang zum Meer

Der Fall wirft gleichzeitig eine grundsätzliche Frage auf: Wie weit dürfen private Grundstückseigentümer an der kroatischen Küste gehen, wenn ihr Grundstück direkt an das Meer grenzt?

Die kroatischen Behörden machten in diesem Fall jedenfalls deutlich, dass ein privater Eigentümer den Zugang zu einem Bereich des öffentlichen Meeresguts nicht einfach mit einem Zaun blockieren darf.

Der ungewöhnliche Vorfall auf Vis dürfte damit noch nicht ganz abgeschlossen sein: Neben der Entfernung der Absperrung läuft auch das Verfahren wegen der unzulässigen Einzäunung weiter.

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KO KOSMO-Redaktion
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