Mit Nothämmern und aus Langeweile brachen drei Teenager in Taxis und Geschäfte ein. Vor Gericht landete ein Trio, dessen kriminelle Energie selbst Max und Moritz übertraf.
Eine Gruppe von 14- bis 16-jährigen Jugendlichen hat in Wien eine Serie von Einbrüchen verübt. Die Burschen verwendeten Nothämmer, um vorwiegend in abgestellte Taxis einzudringen. Das Trio beging zahlreiche Auto- und Geschäftseinbrüche, wobei Geldnot und Langeweile als Motive angegeben wurden.
Die Geschichte erinnert an Wilhelm Buschs berühmten Vers „Ach was muss man oft von bösen/Kindern hören oder lesen!/Wie zum Beispiel hier von diesen/welche…“ – der Auftakt zu den Streichen von Max und Moritz aus dem Jahr 1865, die bereits damals jugendliches Fehlverhalten thematisierten. Doch während die literarischen Figuren sich auf sieben Fälle beschränkten, waren die drei Angeklagten vor Richterin Marie-Theres Walterskirchen deutlich aktiver.
Umfangreiche Straftaten
Sie hatten sich auf Einbrüche in Fahrzeuge und Geschäftslokale spezialisiert. Allein dem 14-jährigen Erstangeklagten werden 54 Straftaten zwischen Juli und November zur Last gelegt.