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KULTURSZENE

Balkan-Autor wird Österreichischer Staatspreis versagt

FOTO: mladina.si

Zu einer peinlichen Affäre in der österreichischen Kulturszene kam es nun beim 30.000 Euro dotierten Österreichischen Staatspreis für Literatur. Dieser wurde nämlich dem slowenischen Autor Florjan Lipuš versagt, weil er nicht auf Deutsch schreibt.

Die höchste Auszeichnung, die das Land für Schriftsteller zu vergeben hat, wird einmal im Jahr im Wechsel mit den Sparten Musik, bildende Kunst und Architektur an österreichische Künstler verliehen. Heuer wurde der bedeutendste slowenisch-sprachige Autor Österreichs, Florjan Lipuš, vorgeschlagen.

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Der verdiente Preis wurde ihm aber nicht zugeschrieben. Zwei der Jurymitglieder lehnten den Vorschlag entschieden ab, mit dem Argument, dass der Autor nicht auf Deutsch schreibe.

Dieses Argument ist aber auch juristisch nicht tragbar, da Lipuš österreichischer Staatsbürger ist und Slowenisch eine der mehreren Sprachen, die in Österreich gesprochen und geschrieben werden.