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Tierdiebstahl

Berühmter Hund wurde in China gestohlen und im Restaurant zubereitet

Berühmter Hund wurde in China gestohlen und im Restaurant zubereitet
(FOTO: chutou.dog)
3 Min. Lesezeit |

Ein gestohlener Hund, ein Restaurantbesuch und ein Besitzer, der nicht aufgibt – dieser Fall erschüttert gerade ganz China.

Millionen Tierliebhaber in China nehmen Abschied von einem vierbeinigen Internetstar: Der Border Collie Chutou, der gemeinsam mit seinem Besitzer Guo quer durch das Land gereist war, ist tot. Auf seinen Reisen hatte der Hund mehr als 1,5 Millionen Follower gewonnen – sein tragisches Ende löst nun landesweite Empörung aus.

Als Guo im Mai ohne seinen Hund nach Georgien aufbrach, ließ er den achtjährigen Chutou auf dem Hof seiner Eltern in der Provinz Henan zurück. Dort wurden die Täter aktiv. Überwachungsaufnahmen zeigen den Hund schlafend auf einem Feld – bis zwei Männer auf einem Elektroroller auftauchen, das Tier greifen und davonfahren.

Bittere Wahrheit

Nach seiner Rückkehr nach China gelang es Guo, einen der mutmaßlichen Täter aufzuspüren. Er bot umgerechnet rund 1.300 Euro für die Rückgabe seines Hundes. Der Verdächtige gab an, Chutou mit einem herrenlosen Tier verwechselt zu haben – obwohl der Border Collie nach Angaben seines Besitzers sowohl ein Halsband als auch einen GPS-Sender trug.

Kurz darauf erfuhr Guo, was wirklich geschehen war. Die Entführer sollen Chutou für umgerechnet lediglich 23 Euro an ein Restaurant weiterverkauft haben, das Hundefleisch auf der Speisekarte führt. Dort war der Hund bereits geschlachtet und serviert worden. Selbst das Fell war nicht mehr auffindbar – laut Restaurantbetreiber längst entsorgt. Besonders zynisch: Der mutmaßliche Dieb soll Guo geraten haben, die Angelegenheit nicht weiter hochzuspielen.

Ermittlungen laufen

Ob eine Strafe tatsächlich möglich ist, hängt von der aktuellen Rechtslage ab – und die gestaltet sich schwierig. Guo hat dennoch Anzeige erstattet. Sollte ihm der Nachweis gelingen, dass sein Hund zum Zeitpunkt des Diebstahls deutlich mehr wert war als beim Kauf vor acht Jahren, drohen dem Verdächtigen bis zu drei Jahre Haft. Jüngsten Berichten zufolge hat die Polizei inzwischen bestätigt, dass dieser Schwellenwert überschritten wird – die Ermittlungen gegen die Entführer laufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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