Die Wiener Polizei fahndet nach einem Mann, der an mehreren öffentlichen Orten in Wien gefälschte Bitcoin-Urkunden als Köder ausgelegt hat. Passanten, die die QR-Codes auf diesen Urkunden scannten, wurden zu betrügerischen Websites geleitet.

Lockmittel auf Gehsteigen: Falsche Bitcoin-Paper-Wallets
Der mutmaßliche Betrüger hat in den Bezirken Wieden, Margareten und Mariahilf zahlreiche gefälschte Bitcoin-Paper-Wallets in durchsichtigen Kunststoffhüllen auf Gehsteigen hinterlassen. Paper Wallets dienen normalerweise der sicheren Aufbewahrung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. In diesem Fall führten die Wallets jedoch die Opfer gezielt in die Irre.
Gefälschte Websites und trügerische Versprechen
Beim Scannen der QR-Codes gelangten die Finder auf gefälschte Websites, die legitime Seiten nachahmten. Dort wurden sie aufgefordert, persönliche Daten wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern anzugeben. Als Anreiz wurde ein hoher Bitcoin-Gewinn in Aussicht gestellt, der jedoch nur gegen Zahlung einer „Gebühr“ freigegeben werde. Nach der Überweisung wurde den Opfern eine Fehlermeldung der Transaktion angezeigt, die sie meist zu weiteren Überweisungen brachte.
Bisher haben sich mehr als ein Dutzend Geschädigte bei der Polizei gemeldet. Die tatsächliche Zahl der Opfer könnte jedoch weitaus höher sein. Wie groß der entstandene finanzielle Schaden ist, ist bislang unbekannt. Die Polizei ruft alle Betroffenen auf, sich zu melden, und warnt die Bevölkerung vor ähnlichen Betrugsmaschen.
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Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Wiener Polizei ersucht über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien um Veröffentlichung dieses Bildes. Sachdienliche Hinweise werden, auch anonym, an das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Margareten unter der Telefonnummer 01-31310-55226 erbeten.