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Gefängnisausbruch

Bleistift statt Schlüssel: Häftling bricht aus

Bleistift statt Schlüssel: Häftling bricht aus
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Bleistift, eine klemmende Tür, ein Stacheldrahtzaun – mehr brauchte ein Häftling in South Carolina nicht für seinen Ausbruch.

Ein Gefangener im Chesterfield County Detention Center in South Carolina hat die Einrichtung auf ungewöhnliche Weise verlassen – mit einem schlichten Bleistift als einzigem Werkzeug.

Der 30-jährige Charles Alexander Dieterich, der wegen Autodiebstahls und Drogendelikten einsaß, setzte den Stift um 16:20 Uhr gezielt in den Schließmechanismus seiner Zellentür ein. Durch das Anheben der Tür erzeugte er damit eine Hebelwirkung, die ihm das Öffnen ermöglichte.

Flucht mit Hindernissen

Vom Zellentrakt aus führte sein Weg weiter durch eine unversperrte Tür in der Gefängnisküche, die regulär für die Müllentsorgung genutzt wird. Den anschließenden Stacheldrahtzaun überwand er mit körperlichem Einsatz – und zog sich dabei Schnittverletzungen zu.

Das Fehlen des Häftlings fiel dem Gefängnispersonal erst 20 Minuten nach der Flucht auf. Polizeibeamte stellten Dieterich schließlich rund 800 Meter vom Gefängnis entfernt. Bei der Festnahme leistete er Widerstand und griff offenbar einen Beamten an, weshalb er zunächst in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Sicherheitslücken aufgedeckt

Der Sheriff kündigte im Anschluss an den Vorfall eine umfassende Prüfung der Sicherheitsstrukturen der Einrichtung an. „Die Flucht habe eine Schwachstelle aufgezeigt, die der Häftling gezielt ausnutzen konnte“, erklärte der Sheriff.

Teile des Gefängnisgebäudes stammen noch aus dem Jahr 1972 und könnten einer Modernisierung bedürfen. Dieterich sieht sich nun zusätzlich zu seinen bisherigen Verurteilungen weiteren Anklagen wegen des Ausbruchs sowie des Widerstands gegen Vollzugsbeamte gegenüber.

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KO KOSMO-Redaktion
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