Blutige Szenen am Reumannplatz: Nach einer Messerattacke unter Syrern schwebt ein 22-Jähriger in Lebensgefahr. Die Täter sind auf der Flucht.
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen acht Syrern am Reumannplatz in Wien-Favoriten wurden am späten Montagnachmittag drei Männer durch Messerstiche verletzt. Ein 22-Jähriger schwebt in Lebensgefahr und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Die Wiener Polizei hat eine Großfahndung nach zwei flüchtigen Tatverdächtigen eingeleitet, die nach dem Vorfall entkommen konnten.
Schwere Verletzungen
Der Zwischenfall ereignete sich gegen 17:30 Uhr und wird von den Ermittlern als Kombination aus Streit und Raubdelikt eingestuft. Die Opfer im Alter von 18, 22 und 23 Jahren erlitten Stichverletzungen und wurden nach notfallmedizinischer Erstversorgung in Krankenhäuser eingeliefert. Während der Zustand des 22-Jährigen als kritisch gilt, befinden sich die beiden anderen Verletzten außer Lebensgefahr.
Laufende Fahndung
Trotz sofort eingeleiteter Alarmfahndung konnten die beiden Täter bislang nicht gefasst werden. Die Ermittlungen laufen mit Hochdruck, wobei die Tatwaffe noch nicht sichergestellt werden konnte.
Die Polizei ruft mögliche Zeugen des Vorfalls auf, sich mit sachdienlichen Hinweisen zu melden.
Häufung von Vorfällen
Es ist bereits der dritte gewalttätige Zwischenfall zwischen syrischen Staatsangehörigen am Reumannplatz binnen weniger Wochen. Anfang Juni verletzte ein 15-jähriger Syrer einen 33-jährigen Landsmann mit einem Messer. Beide gaben bei der Polizei an, in den Tagen zuvor bereits gegenseitig verletzt worden zu sein, und wurden angezeigt. Bereits im Mai wurde ein syrischer Mann am Reumannplatz mit einer Stichverletzung im Bauch aufgefunden. Die Polizei geht von einem Angriff durch einen Unbekannten aus.
Der Tatort liegt in einer von der Stadt Wien ausgewiesenen Waffenverbotszone, die aufgrund wiederholter Vorfälle mit Messern und anderen Waffen eingerichtet wurde. Die Ermittler untersuchen derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Vorfällen gibt und welche Motive dahinter stecken könnten.
⇢ Knapp außerhalb der Waffenverbotszone: Acht Syrer mit Messer und Pfefferspray
📍 Ort des Geschehens