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Böllerstopp

Böller-Touristen im Visier: Tschechiens Gesetz zeigt erste Wirkung

Böller-Touristen im Visier: Tschechiens Gesetz zeigt erste Wirkung
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Tschechiens verschärfte Pyrotechnik-Gesetze zeigen erste Erfolge: An der niederösterreichischen Grenze registriert die Polizei deutlich weniger Anzeigen gegen Böller-Touristen.

Tschechien hat die Regeln für Pyrotechnik verschärft, und Niederösterreich verzeichnet bereits positive Folgen. Die Polizei meldet deutlich weniger Anzeigen im Grenzgebiet. Die neue Gesetzgebung untersagt den Verkauf von Feuerwerkskörpern an mobilen Ständen und auf Märkten, wie sie in der Region um Kleinhaugsdorf existieren. An diesen Verkaufsstellen darf nun ausschließlich Kleinstfeuerwerk der Kategorie F1 – darunter Wunderkerzen oder Knallerbsen – verkauft werden.

Das tschechische Grenzgebiet, das jahrelang als Anlaufstelle für „Böller-Touristen“ diente, die dort problemlos in Österreich verbotene Pyrotechnik erwerben konnten, unterliegt seit dem 1. Dezember strengeren Vorschriften. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme belegen die Ergebnisse der Grenzkontrollen der Vorjahre: Die Behörden beschlagnahmten regelmäßig Böller mit 200 Gramm Schwarzpulver sowie zahlreiche weitere Sprengkörper der Kategorie F4 – Pyrotechnik, für deren Verwendung eine behördliche Genehmigung sowie ein Fachkenntnisnachweis erforderlich ist.

Erste Erfolge

Bereits nach neun Tagen zeigt die Gesetzesnovelle spürbare Wirkung. „Es gibt im Zuge der Grenzkontrollen derzeit viel weniger Anzeigen“, bestätigt die Landespolizeidirektion auf „Krone“-Anfrage. Dennoch bleibt man vorsichtig: Eine abschließende Einschätzung, wie sich das Einkaufsverhalten bis zum Jahreswechsel entwickeln wird, sei derzeit noch nicht möglich.

Schwere Unfälle

Die Einsatzberichte deuten allerdings darauf hin, dass viele Personen ihre Pyrotechnik bereits vor Inkrafttreten der neuen Regelung beschafft haben. Dies führte auch in Niederösterreich schon zu schwerwiegenden Unfällen, obwohl Silvester noch Wochen entfernt ist. In Wiener Neustadt musste ein zwölfjähriger Junge per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem ein Feuerwerkskörper in seiner Hand explodiert war.

In St. Pölten erlitt ein 15-Jähriger im Kaiserwald schwere Verletzungen durch einen Kracher der Kategorie F3.

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KO KOSMO-Redaktion
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