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TIERLIEBE

Bosnier teilt sein Zuhause mit zwei Bären

(FOTO: Printscreen/YouTube)
(FOTO: Printscreen/YouTube)

Emin Ljutic aus Gornji Vakuf in Bosnien betreut seit 17 Jahren zwei Braunbären, für die er seine gesamte Rente ausgibt.

Den Bären Laka hat der ältere Tierfreund adoptiert, und den zweiten Bären namens Guido hat er gekauft, nachdem dessen Mutter von Wilderern getötet wurde. Laka hatte monatelang bei seinem Retter Emin im Bett geschlafen, weil er schwer krank war, berichten die Medien am Balkan.

Emin ist einer der wenigen Bosnier, der ein Verfahren gegen den Staat gewonnen hat. Nach einer Inspektion war er nämlich aufgefordert worden, die Bären abzugeben, die sodann eingeschläfert werden sollten. Emin kämpfte und gewann schließlich das Verfahren; das Gericht entschied zu seinen Gunsten, weil sein Wohnkanton über kein Bärenasyl verfügt.

Emin schätzt, dass er für die Versorgung der Bären in den 17 Jahren mindestens 75.000 Euro ausgegeben hat, wie er in einem Gespräch mit dem Journalisten Srecko Stipovic angibt.

„Ich füttere die Bären seit 17,5 Jahren durch. Es ist nicht leicht, ich muss zurückstecken, um sie satt zu kriegen. Mein Nachbar bringt mit Äpfel und Gurken aus seinem Glashaus. Alle Essensreste, alles was übrigbleibt, bringt er zu mir. Ich kaufe Mais. Bären vertilgen Unmengen, sie fressen 45 Kilogramm Mais in nur drei Tagen“, erzählt Emin Ljutic.

Wie der Bärenschützer im Gespräch betont, ist er „kein Millionär“, und dementsprechend bescheiden ist das Futter für die Bären. Zum Glück finden sich immer Menschen guten Willens, die etwas Geld für die Bären spenden.

„Alle Spenden, die gesammelt werden, gehen für das Futter drauf. Ich bin schon müde. Ich habe Gelenkschmerzen vom vielen Tragen der schweren Maissäcke. Die Spenden bedeuten mit viel, ich weiß nicht, wie ich sonst zurechtkäme“, sagt Emin und fügt hinzu, dass die Futtermengen, die die Bären in den 17 Jahren gefressen haben, unvorstellbar groß sind, genauso wie die Geldmengen, die dafür aufgewendet wurden.

Wie berichtet, kam erst vor wenigen Tagen die Nachricht in die Schlagzeilen, dass Sinan Cizmic aus Zeljezno Polje bei Zepce einen Bären, der eine Schafherde angegriffen hatte, in direktem Kampf erlegt hatte.

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