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Bärennachweis

Braunbär taucht in Österreich auf – Behörden schlagen Alarm

Braunbär taucht in Österreich auf – Behörden schlagen Alarm
(FOTO: Koordinationsgruppe Großraubwild Land Vorarlberg)
2 Min. Lesezeit |

Eine Wildkamera liefert den Beweis: Im Brandnertal streift ein Braunbär umher – und die Behörden reagieren sofort.

In der Gemeinde Brand im Brandnertal (Vorarlberg) hat eine Wildkamera in den frühen Morgenstunden einen Braunbären eindeutig dokumentiert. Den Angaben des Landes zufolge handelt es sich dabei um ein jüngeres männliches Tier. Woher der Bär stammt und auf welchem Weg er ins Brandnertal gelangt ist, bleibt vorerst ungeklärt.

Fest steht: Es ist der erste bestätigte Bärennachweis in Vorarlberg in diesem Jahr. Der Fund hat die Behörden aufhorchen lassen und sorgt seither für erhöhte Aufmerksamkeit. „Es besteht derzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Wichtig ist, die Verhaltensempfehlungen zu beachten und Sichtungen umgehend zu melden“, beruhigt Landesrat Christian Gantner.

Empfehlungen für Bevölkerung

Dennoch appellieren die Behörden an die Bevölkerung, im betroffenen Gebiet besonders umsichtig vorzugehen. Wer sich dort bewegt, soll ausschließlich auf den ausgewiesenen Wegen bleiben. Hunde sind während Ausflügen in der Region an der Leine zu führen, um unerwünschte Begegnungen zu verhindern.

Auch für landwirtschaftliche Betriebe gelten konkrete Vorgaben: Nutztiere sollen nachts im Stall untergebracht und Stalltüren geschlossen gehalten werden. Bienenstöcke sind durch einen Elektrozaun zu schützen. Darüber hinaus wird empfohlen, Futterreste nicht in der freien Natur zu hinterlassen und Hausabfälle so zu verwahren, dass sie für Bären nicht zugänglich sind.

Direkter Kontakt

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einer direkten Begegnung mit dem Tier kommen, lautet die klare Empfehlung: Ruhe bewahren, durch ruhiges, lautes Sprechen auf sich aufmerksam machen und sich langsam vom Tier entfernen. Weder soll man sich dem Bären nähern, noch ihn unvorbereitet überraschen – ein freier Fluchtweg für das Wildtier muss in jedem Fall gewährleistet bleiben.

Sichtungen sollen unverzüglich den zuständigen Behörden gemeldet werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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